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Vor der Küste Somalias: Piraten kapern zwei europäische Frachter

Vor der Küste Somalias : Piraten kapern zwei europäische Frachter

Brüssel (RPO). Innerhalb von 24 Stunden haben Seeräuber vor der Küste Somalias einen norwegischen und einen griechischen Frachter gekapert. Nach Angaben des EU-Schiffahrtszentrums in Northwood handelte es sich um zwei Chemikalien-Tanker, die 400 und 700 Kilometer vor der Küste in die Hände der Seeräuber fielen.

Wie die EU-Marinemission "Atalanta" am Donnerstag mitteilte, enterten Piraten am Morgen 250 Seemeilen östlich der südsomalischen Hafenstadt Kismayo die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Bow Asir" eines norwegischen Reeders. Wieviele Besatzungsmitglieder an Bord waren, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Stunden zuvor kaperten Seeräuber demnach 450 Meilen östlich von Kismayo den Frachter "Nipayia" mit 19 Besatzungsmitgliedern an Bord. Die "Nipayia" ist den Angaben zufolge in griechischem Besitz und fährt unter panamaischer Flagge.

Die Vereinigung Norwegischer Schiffsbesitzer teilte mit, die "Bow Asir" sei am Donnerstag morgen von 16 bis 18 Piraten entführt worden. An Bord seien 28 Seeleute. Der polnische Außenamtssprecher Piotr Paszkowski sagte, fünf der Seeleute seien Polen. Über das griechische Schiff waren zunächst keine Details bekannt. An Bord der am Mittwoch gekaperten "Nipayia" sollen 19 Seeleute sein.

Rund 20 Kriegsschiffe von EU und NATO, den USA, China, Russland und anderen Staaten patrouillieren am Horn von Afrika, um die vielbefahrene Schifffahrtstraße vom Golf von Aden in den Indischen Ozean sicherer zu machen.

(AFP)