Karnevalsbeginn in den Hochburgen: "Petrus muss ne Kölsche sein"

Karnevalsbeginn in den Hochburgen : "Petrus muss ne Kölsche sein"

Köln/Düsseldorf (RPO). Pünktlich um 11.11 Uhr haben zehntausende Karnevalisten mit Alaaf und Helau am Sonntag die fünfte Jahreszeit eröffnet. In den Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz fiel der Startschuss für die Karnevalszeit.

"Petrus muss ne Kölsche sein" - das alte Kölner Sprichwort schien sich zum Karnevalsauftakt am Sonntag wieder einmal bewahrheitet zu haben. Den ganzen Vormittag hatten heftige Regenschauer und starker Wind den rund 80.000 Jecken in der Kölner Altstadt zu schaffen gemacht. Doch als kurz vor 11.11 Uhr der Countdown zum Beginn der "fünften Jahreszeit" heruntergezählt wurde, riss die graue Wolkendecke auf, und der Regen machte zumindest Pause.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich allerdings schon viele Jecken vor dem Wetter in die Kneipen der Altstadt geflüchtet, die wohl das Geschäft des Jahres gemacht haben. Dort war auch der Flirtfaktor hoch, und es wurde schon früh ausgiebig "gebützt" (geküsst).

Wer es dennoch draußen aushielt, konnte das neue Dreigestirn mit Prinz Rainer I., Bauer Harald und Jungfrau Albertina bei seinem ersten öffentlichen Auftritt hochleben lassen. "Wir fliegen auf Euch und auf Kölle", rief Rainer I. begeistert, was auch nicht anders zu erwarten war. Schließlich ist der Prinz im Zivilberuf Flugkapitän, zudem wird das Dreigestirn erstmals von der Karnevalsgesellschaft "Seiner Tollität Luftflotte" gestellt.

Mut zu Ungewöhnlichem zeigte ein Kölner Stammtisch, der sich komplett als "Säuglingsstation" ins jecke Gewühl stürzte, stilecht in überdimensionale Babystrampler, Schlabberlätzchen und Erwachsenenwindeln verpackt. Gleich mehrfach war auch die gelb geschminkte Cartoon-Familie Simpson in der Altstadt zu entdecken.

(afp)
Mehr von RP ONLINE