1. Panorama
  2. Deutschland

Patentrechtlich geschützt: Patrick Lindner will an Flocke verdienen

Patentrechtlich geschützt : Patrick Lindner will an Flocke verdienen

Nürnberg (RPO). Eisbärbaby Flocke sorgt im Nürnberger Zoo weiter für viel Wirbel. Nun meldet Patrick Lindner Ansprüche an dem neuen Zuschauermagneten an. Der Schlagersänger hat sich die Vermarktungsrechte für den Namen Flocke sichern lassen - und das bereits im Jahr 1994. Seine Anwälte prüfen nun die Rechtslage. Lindner wittert ein großes Geschäft.

Gegenüber dem Branchendienst "Kontakter" bestätigte Lindners Anwalt Alexander Unverzagt, "sich mit dem Thema Flocke intensiv zu beschäftigen". Vor 14 Jahren ließ sich Lindners früherer Manager und Lebensgefährte Michael Link die Marke Flocke beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen. Unter das Aktenzeichen L28316 fallen die Nutzung für Musikaufzeichnungen, Tonträger und Verlagsprodukte. Nach der Trennung des Paars im März 2005 übernahm Lindner nach Angaben des "Kontakter" die Rechte.

Der Pressesprecher der Stadt Nürnberg, Siegfried Zelnhefer, erklärte, bisher sei der Stadt offiziell nichts dergleichen mitgeteilt worden. "Wir sind da aber sehr gelassen. Man wird halt miteinander reden müssen", sagte Zelnhefer.

Unterdessen wurde Flocke am Montag zwei Monate alt. "Der Mini-Geburtstag wird für sie aber ein ganz normaler Tag sein", sagte Clara Grau vom Presseamt der Stadt Nürnberg. Flocke gedeihe prächtig und wiege inzwischen schon 6,2 Kilogramm. Mehrmals täglich trinke sie bis zu 330 Milliliter Milch mit großem Appetit.

Nachdem das Jungtier in der vorigen Woche vier Eckzähne und zwei Schneidezähne bekommen hatte, schimmern inzwischen weitere Schneidezähne durch. "Sie genießt es, wenn man ihr das Zahnfleisch massiert", erzählte Grau. Beim Trinken sei Flocke aber sehr behutsam und habe bislang die Schnuller der Milchflasche nicht kaputt gebissen.

Die junge Bärin werde zunehmend agil und bewege sich immer mehr. Noch in dieser Woche soll daher ihr Gehege zu einer begehbaren Box erweitert werden, um ausreichend Platz für ihren Bewegungsdrang zu bieten. "Richtig gehen kann sie zwar noch nicht, aber sie krabbelt immer mehr", berichtete Grau.

Nach langer Trennung wurden am Montagmorgen die Eltern von Flocke erstmals wieder zusammengeführt. Eisbär Felix war erst Donnerstagnacht nach mehreren Monaten im Zoo Gelsenkirchen wieder zurück nach Nürnberg gebracht worden. Das erste Zusammentreffen mit Flockes Mutter Vera sei sehr gut verlaufen. "Sie haben sich sofort wieder erkannt und beschnuppert", schilderte Grau. Die beiden Eisbären sollen nun für weiteren Nachwuchs im Nürnberger Zoo sorgen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Eisbärbaby Flocke wächst und gedeiht

(ap)