Organisierte Kriminalität: Bundeskriminalamt stellt Lagebericht vor

BKA-Lagebericht: Unverändert viele Fälle von Organisierter Kriminalität in NRW

Das Geschehen der Organisierten Kriminalität in Deutschland bewegt sich weiter auf hohem Niveau: Im vergangenen Jahr waren bundesweit 563 Ermittlungsverfahren aus diesem Bereich anhängig.

Das geht aus dem am Dienstag vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Lagebild Organisierte Kriminalität hervor. Dies waren drei Verfahren weniger als im Jahr davor.

Einen Zuwachs von 53 auf 61 gab es in Berlin. Auch in Bayern stieg die Zahl der Verfahren von 70 auf 76, während sie in Nordrhein-Westfalen bei 107 verharrte.

Die größte Rolle spielte der Rauschgifthandel, gefolgt von der Eigentumskriminalität sowie Steuer- und Zolldelikten und der Wirtschaftskriminalität.

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Die Zahlen zeigten, dass die Täter der Organisierten Kriminalität "auch weiterhin in Deutschland aktiv sind", erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Es sei daher richtig gewesen, dass in den vergangenen Monaten Verbesserungen auf den Weg gebracht worden seien, um die Organisierte Kriminalität in Deutschland effektiver bekämpfen zu können. "Organisierte Kriminalität zerstört Vertrauen, untergräbt Strukturen und destabilisiert die staatliche Ordnung", erklärte der Minister.

In den meisten Banden (186) haben den Angaben zufolge die meisten Mitglieder die deutsche Staatsbürgerschaft, gefolgt von der türkischen (56), polnischen (33) und italienischen (19).

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(AFP/heif)