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Rückläufiger Trend beobachtet: Offenbar weniger Drogentote in 2011

Rückläufiger Trend beobachtet : Offenbar weniger Drogentote in 2011

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist in diesem Jahr offenbar zurückgegangen. Aus fast allen Ländern, in denen schon Zahlen vorlagen, wurde bei einer Umfrage ein entsprechender Trend gemeldet. 2010 waren bundesweit 1237 Drogentote gezählt worden, etwa sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor.

In Baden-Württemberg ging die Zahl nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart nach einer Anfrage der Nachrichtenagentur dapd deutlich zurück. Mit Stand 19. Dezember starben im Südwesten 127 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums, 110 Männer und 17 Frauen. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden bis Mitte Dezember 167 Rauschgifttote registriert, insgesamt waren es im Jahr 2010 dann 168.

Das Land Bremen zählte bis Mitte Dezember 17 Todesopfer infolge des Konsums illegaler Drogen, davon zwei in Bremerhaven. In Hamburg hatte es im vergangenen Jahr 53 Drogentote gegeben. Für 2011 sei mit einer ähnlichen Zahl zu rechnen, hieß es aus Behördenkreisen. Nach vorläufigem Stand wurden bislang 47 Todesopfer gezählt.

In Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden keine konkreten Angaben gemacht, in beiden Ländern hieß es aber, die Zahl sei rückläufig. Auch aus Mecklenburg-Vorpommern gab es keine Zahlen. Dort, so hieß es, gebe es insgesamt wenig Drogentote. 2010 waren in dem nordöstlichen Bundesland acht Menschen an Drogenkonsum gestorben.

Keine Details wurden in Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen genannt.

Auch in Hessen sollen die Zahlen zu Drogentoten erst später veröffentlicht werden. Ein Trend lässt sich aber aus Zahlen aus der größten Stadt des Bundeslandes, Frankfurt am Main, ablesen: Hier wurden bislang 25 Drogentote gezählt, im Vorjahreszeitraum waren es 28. Die Polizei sprach von einer stabilen Zahl.

Im Saarland starben bislang zwölf Menschen an Drogen, ebenso viele wie im Jahr zuvor. Im Rheinland-Pfalz wurden bis zum 22. Dezember 36 Rauschgifttote gezählt (2010: 43), der Großteil davon an einer Überdosis Heroin.

Berlin registrierte bis Ende November 103 Drogentote; im Vergleichszeitraum 2010 waren es 116. Aus Brandenburg wurden zwei Opfer gemeldet, dort waren 2010 drei Menschen an Drogenkonsum gestorben.

In Thüringen wurden bis Mitte Oktober fünf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen gemeldet - 2010 hatte es sieben Drogentote gegeben. In Sachsen-Anhalt stieg die Zahl: Bis Ende September gab es bereits acht Fälle, im gesamten Vorjahr waren es nur sechs.

Hier geht es zur Infostrecke: Fakten aus dem deutschen Drogen- und Suchtbericht 2011

(APD)