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Großbrand bei Dormagen: Offenbar doch giftige Dämpfe in der Luft

Großbrand bei Dormagen : Offenbar doch giftige Dämpfe in der Luft

Köln (RPO). Bei dem Großbrand in einem Chemie-Tanklager bei Dormagen sind offenbar doch giftige Dämpfe ausgetreten. Dies bestätigte jetzt ein Sprecher der Feuerwehr. Die Werte seien zwar unbedenklich, dennoch sollten Anwohner Fenster und Türen weiterhin geschlossen halten und die Klimaanlage abschalten.

Inzwischen ist der am Montagnachmittag ausgebrochene Großbrand gelöscht. Der Feuerwehr sei es in der Nacht gelungen, die Flammen zu ersticken, teilte die Stadt mit. Die Sperrungen von Teilen der Autobahn 57 seien wieder aufgehoben worden. Auch der S-Bahn-Verkehr zwischen Köln und Neuss rollt den Angaben zufolge wieder.

Mehrere Menschen mussten sich nach Angaben der Feuerwehr wegen Haut- und Augenreizungen in ärztliche Behandlung begeben. Angrenzende Gebäude waren wegen des Feuers vorsorglich evakuiert worden. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Feuerwehrchef Stephan Neuhoff sprach vom größten Brandeinsatz in Köln seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Rund 1200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerkes, des Deutschen Roten Kreuzes und von Kräften weiterer Hilfsorganisationen.

Auslöser des Feuers war nach Unternehmensangaben eine undichte Stelle in einem Ethylen-Rohr. Aus der defekten Leitung schoss eine etwa 15 Meter hohe Stichflamme empor. Das Feuer griff dann auf einen großen Tank mit giftigem Acrylnitril über und löste dort die Explosion aus.

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Hier geht es zur Bilderstrecke: März 2008: Großbrand bei Ineos in Dormagen

(afp)