Schiffsunglück bei Brunsbüttel: Nord-Ostsee-Kanal bleibt gesperrt

Schiffsunglück bei Brunsbüttel: Nord-Ostsee-Kanal bleibt gesperrt

Der Nord-Ostsee-Kanal bleibt weiter voll gesperrt. Am Montagmorgen waren zwei Düngemittel-Frachter zusammengestoßen. Die 100 Meter lange "Siderfly" drohte zu sinken, wann sie geborgen werden kann, ist noch nicht absehbar. Bei dem Unfall trat Dieselöl aus.

Nach der Kollision zweier Düngemittel-Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal bleibt die Wasserstraße weiter voll gesperrt. Wann die 100 Meter lange "Siderfly" geborgen werden könne, sei bislang nicht abzuschätzen, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos Cuxhaven am frühen Dienstagmorgen.

Die Unfallursache stand ebenfalls noch nicht fest. Noch am Montagabend hätten etwa zehn Schiffe auf ihre Weiterfahrt warten müssen, fügte die Sprecherin hinzu.

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Die "Siderfly" war am Montagmorgen mit der 116 Meter langen "Coral Ivory" unterhalb der Brunsbütteler Hochbrücke zusammengestoßen. Sie war durch zwei drei bis fünf Meter große Löcher im Rumpf so stark beschädigt, dass sie zu sinken drohte. Zwei Schlepper drückten den Frachter auf die Kanalböschung und hielten ihn dort fest. Das Schiff wurde mit an Land ausgebrachten Ankern stabilisiert.

Nach der Havarie sei Dieselöl, jedoch kein Schweröl ausgetreten. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. An Bord der beiden Schiffe waren zum Unfallzeitpunkt insgesamt 28 Besatzungsmitglieder.

(dpa)
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