Norbert Kuß saß zwei Jahre unschuldig in Haft - 60.000 Euro Schmerzensgeld

Mann bekommt Schmerzensgeld: Justizopfer saß zwei Jahre unschuldig in Haft

Norbert Kuß hat zwei Jahre lang zu Unrecht im Gefängnis gesessen. Grund war das mangelhafte Gutachten einer Psychologin. Jetzt bekommt er Schmerzensgeld.

Der 74-jährige hat nun den jahrelangen Rechtsstreit gegen die Gutachterin gewonnen. Am Donnerstag sprach ihm das Saarländische Oberlandesgericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 60.000 Euro zu. "Ich bin erleichtert, aber wäre froh, wenn all das nicht geschehen wäre", sagte Kuß spontan nach der Entscheidung.

Auf der Grundlage des Gutachtens, das ein Experte als "grob fahrlässig" bezeichnet hatte, war Kuß im Mai 2004 vom Landgericht Saarbrücken wegen schweren sexuellen Missbrauchs seiner ehemaligen Pflegetochter zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

  • Persönlich : Norbert Kuß . . . saß zu Unrecht im Gefängnis

Bereits Anfang 2015 war die Gutachterin vom Landgericht Saarbrücken zu 50.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Dagegen hatte sie Berufung eingelegt. In einem weiteren Verfahren wird es nun auch noch um einen geforderten Schadenersatz in Höhe von 41.000 Euro gehen.

(csr)