Motiv weiter unklar Soldat erschießt in Niedersachsen vier Menschen – darunter dreijähriges Kind

Update | Scheeßel · In der Nacht fallen mehrere Schüsse in zwei Gemeinden in Niedersachsen. Vier Menschen sterben – darunter auch ein Kind. Nun haben die Ermittler weitere Details bekannt gegeben.

Niedersachsen​: Bundeswehrsoldat erschießt vier Menschen
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Bundeswehrsoldat erschießt vier Menschen in Niedersachsen

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Foto: dpa/Helen Hoffmann

Das Motiv der Bluttat in den niedersächsischen Gemeinden Scheeßel und Bothel könne laut der Ermittler im familiären Bereich liegen. Allerdings stellten die Ermittler zunächst keine verwandtschaftliche Verbindung fest. Ob es eine persönliche Nähebeziehung zwischen Opfern und Täter gab, müsse nun ermittelt werden.

Ermittler machen weitere Angaben zu den Opfern

Wie die Polizei in NRW​ arbeitet und welche Waffen sie hat
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So arbeitet die Polizei in NRW

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Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Demnach sind die Opfer in der Gemeinde Scheeßel 55 und 30 Jahre alt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Am zweiten Tatort – in Bothel – seien ein dreijähriges Kind und die 33 Jahre alte Mutter getötet worden.

Der Tatverdächtige konnte kurze Zeit nach den Schüssen im Eingangsbereich einer Kaserne in Rotenburg festgenommen werden.

Molotowcocktail im mutmaßlichen Täter-Fahrzeug

Nachdem ein 32 Jahre alter Bundeswehrsoldat mutmaßlich vier Menschen im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) getötet hat, ist im Auto des Verdächtigen ein Molotowcocktail gefunden worden. Es könne nur spekuliert werden, warum der Molotowcocktail in dem Auto gelegen habe, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg.

So lief die Festnahme ab

Der Sprecher der Polizei nannte weitere Details zur Festnahme des Verdächtigen: Der Soldat sei zur Kaserne in der Stadt Rotenburg (Wümme) gefahren. Er habe sein Auto vor der Kaserne geparkt, sei ausgestiegen, habe sich zu Fuß zur Wache begeben und erkenntlich gemacht. Die Polizei sei hinzugerufen worden und habe den mutmaßlichen Täter festgenommen.

Noch am Freitag erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Verden einen Haftbefehl wegen Mordes in vier Fällen. Der Verdächtige kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Gewalttaten mit Dienstwaffe verübt?

Im Vormittag lief auch ein Einsatz in der Von-Düring-Kaserne in Rotenburg, dort ist unter anderem das Jägerbataillon 91 stationiert. Die Staatsanwaltschaft machte zunächst keine Angaben, ob die Waffe des Verdächtigen aus dem Besitz der Bundeswehr stammt.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

(aku/dpa/afp)
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