Nach ausländerfeindlichen Übergriffen: Bundeskanzlerin Merkel will Chemnitz besuchen

Nach ausländerfeindlichen Übergriffen : Bundeskanzlerin Merkel will Chemnitz besuchen

Familienministerin Franziska Giffey war als erstes Mitglied der Bundesregierung nach Chemnitz gereist, um dort Blumen abzulegen. Nun hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Besuch angekündigt.

Merkel habe einen solchen Besuch in den vergangenen Tagen in einem Telefonat mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) angekündigt, sagte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag. Im Oktober sei ein Bürgerdialog zum Thema Zuwanderung geplant. Dazu habe Ludwig die Kanzlerin eingeladen. Einen konkreten Termin gebe es noch nicht.

In Chemnitz war Ende August ein Deutscher erstochen worden. Deswegen sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft, nach einem dritten Tatverdächtigen wird gefahndet. Nach der Tat war es zu Demonstrationen von Rechtsgerichteten, Neonazis und Gegnern der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung sowie zu Gegenprotesten gekommen.

Am vergangenen Freitag hatte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) als erstes Mitglied der Bundesregierung Chemnitz besucht und unter anderem am Blumen an dem Ort abgelegt, wo am 26. August ein 35-Jähriger mutmaßlich von zwei Asylsuchenden im Streit erstochen worden war. Giffey hatte danach in einem Interview dafür plädiert, dass auch weitere Vertreter der Bundesregierung nach Chemnitz reisen.

(ubg/dpa/epd)
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