Muttertag 2019: Edekas neuer Werbespot macht Papas wütend

Video zum Thema Muttertag : Edekas neuer Werbespot macht viele Papas wütend

Die Supermarkt-Kette wirbt mit einem neuen Spot für den Muttertag. Das Video wirkt aber eher wie eine Kampagne gegen Väter. Denn es zeigt ausschließlich Alltagssituationen, in denen sich Papa nicht so gut anstellt. Einige Zuschauer ärgert das.

In der Küche sprudelt der Mixer über, beim Zöpfeflechten ziept’s, der Vater schläft in Arbeitskleidung beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte ein. Das Ende vom Lied beziehungsweise des Edeka-Werbespots ist: „Mama danke, dass du nicht Papa bist“, sagt eine Mädchen-Stimme. Dabei ist das Mädchen zu sehen, wie sie sich neben dem chips-mampfenden Vater zufrieden an Mamas Schulter kuschelt.

Das stößt im Netz natürlich auf Protest: Vor allem Männer rufen in den über 3000 Kommentaren unter dem Youtube-Video zum Boykott von Edeka auf. „Noch widerlicher geht ein Werbespot kaum mehr ....Edeka Boykott !“, schreibt zum Beispiel ein Nutzer. Oder: „Zu Edeka gehört auch Netto. Nicht das einer aus Versehen zu denen geht“, sagt ein anderer. Viele fühlen sich beleidigt, diskriminiert, gedemütigt. Unverständnis für die Marketing-Verantwortlichen wird geäußert.

Auch Frauen ergreifen Partei: „Mir steht gerade der Mund offen und ich frage mich, ob ich das nur geträumt habe. 😑 Vermutlich ist es besser, #Edeka vorerst zu meiden“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere berichtet wiederum: „Wir kaufen als Familie jede Woche für über 300 Euro bei Edeka ein. Die Einkäufe erledigt mein Mann mit unseren Kindern zusammen. Jetzt nicht mehr. Eine Unverschämtheit. Unfassbarer Dreck.“

Und in der Tat: Wer ehrlich ist, weiß, dass auch Mütter nicht perfekt sind. Auch Mama weiß nicht immer, wie die Haare richtig zu kämmen sind und die Milch ist auch schon einmal angebrannt.

Immerhin muss man den Papas aus dem Werbespot auch eines zugute halten: Nach einem langen Arbeitstag geht es nicht mit einem Bier auf die Couch, sondern ins Kinderzimmer. Alle gezeigten Väter haben Interesse an ihren Kindern, auch wenn sie sich nicht immer so gut anstellen. An dieser Stelle dann halt von uns: Danke liebe Papas, dass es auch euch gibt!

(jms)
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