Mutmaßlicher Todesschütze von Villingendorf gefasst

Tatwaffe sichergestellt : Mutmaßlicher Todesschütze von Villingendorf gefasst

Nach dem Verbrechen von Villingendorf in Baden-Württemberg hat die Polizei den mutmaßlichen Todesschützen gefasst.

Der Mann sei in Rottweil nach einem Hinweis aus der Bevölkerung festgenommen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er hat bei seiner Festnahme die Tatwaffe bei sich gehabt. Diese wurde nach dpa-Informationen sichergestellt.

Der Mann, der seinen Sohn, den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen haben soll, sei in Rottweil - knapp 15 Kilometer vom Tatort entfernt - widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Entscheidend war demnach ein Hinweis aus der Bevölkerung. Streifenpolizisten des Reviers Rottweil fassten den 40-Jährigen wenige Minuten nach dem Hinweis.

Seit Freitag hatten die Ermittler nach dem Kroaten gesucht, auch im Ausland wurde nach dem 40-Jährigen gefahndet. Sein Sohn war wenige Stunden vor dem Verbrechen eingeschult worden. An diesem Mittwoch wollte die Polizei bei einer Pressekonferenz weitere Informationen bekanntgeben.

Am Dienstag hatte die Polizei mit rund 100 Beamten in einem Waldgebiet rund um Villingendorf (Kreis Rottweil) nach Spuren des Täters gesucht. Nach dem Verbrechen sollen dort nach Angaben aus der Bevölkerung Schüsse gefallen sein. Die Staatsanwaltschaft setzte am Dienstag zudem eine Belohnung von bis zu 5000 Euro aus.

Bei der 60-köpfigen Sonderkommission gingen auf dem Hinweis-Telefon nach Angaben der Polizei mehrere Hundert Anrufe ein. Am Abend wollte die Polizei bei einer regulären Elternversammlung Fragen beantworten und darauf hinweisen, dass es sich um eine Beziehungstat handele und Unbeteiligte nichts zu befürchten haben.

Nach seiner Flucht fand die Polizei ein Auto mit Kurzzeitkennzeichen, das sich der Mann legal besorgt hatte. Die Ex-Frau des Mannes war an einem sicheren Ort untergebracht und wurde rund um die Uhr bewacht.

(csr)
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