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Sauerland-Gruppe: Mutmaßlicher Terror-Helfer aus Haft entlassen

Sauerland-Gruppe : Mutmaßlicher Terror-Helfer aus Haft entlassen

München/Düsseldorf (RPO). Ein mutmaßlicher Helfer der sogenannten Sauerländer Terror-Zelle ist Medienberichten zufolge nach einem Teilgeständnis aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der 23-jährige Burhan Y. aus dem hessischen Langen sei vor zehn Tagen unter strengen Auflagen von der Haft verschont worden, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft. Der türkische Extremist habe zuvor in einer Vernehmung eingeräumt, über einen Mittelsmann in der Türkei militärische Ausrüstungsgegenstände an die Terror-Organisation "Islamische Dschihad Union" in das pakistanisch-afghanische Grenzgebiet geliefert zu haben, schreibt das Magazin.

Den Auftrag soll ihm den Angaben zufolge sein 30-jähriger Bruder Adem Y. erteilt haben. Letzterer zählt zur im Herbst 2007 im Sauerland verhafteten dreiköpfigen Truppe, die offenbar in Deutschland Anschläge mit Autobomben verüben wollte. Das Trio muss sich zusammen mit einem Helfer von März an in einem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten.

Das Trio der sogenannten Sauerländer Terror-Zelle war am 4. September 2007 in einer spektakulären Aktion im sauerländischen Medebach-Oberschledorn festgenommen worden.

Die Männer hatten offenbar geplant, Sprengstoffanschläge insbesondere gegen amerikanische Staatsbürger und US-amerikanische Einrichtungen mit einer möglichst hohen Opferzahl zu begehen. Schon vor der Festnahme hatten Ermittler heimlich zwölf Fässer mit Chemikalien für den Bombenbau ausgetauscht, um jede Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen.

Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden zum Islam konvertierten Deutschen Fritz G. und Daniel S. sowie dem Türken Adem Y. u.a. Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens sowie Verabredung zu Mord und zu Sprengstoffverbrechen vor.

(DDP)