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München: Jüdische Familie auf Straße bespuckt und beschimpft

Judenfeindlicher Angriff in München : Rabbinerfamilie auf Straße bespuckt und beschimpft

Am vergangenen Wochenende hat sich ein Angriff auf eine jüdische Familie in München ereignet. Die Rabbinerfamilie wurde bespuckt und beschimpft. Die Reaktionen darauf ließen nicht lange auf sich warten.

Eine Rabbinerfamilie ist am vergangenen Wochenende in München angegriffen worden. Zwei Menschen bespuckten und beschimpften die Juden, wie das ARD-Magazin "Report München" am Dienstag berichtete. Die Polizei bestätigte, dass es am Samstagnachmittag einen Angriff auf eine jüdische Familie gegeben habe. Details will sie erst später am Dienstag veröffentlichen.

Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, bezeichnete den Vorfall als "symptomatisch für die schwierige Situation vieler jüdischer Menschen in der heutigen Zeit". "Sicherheit im öffentlichen Raum, die eigentlich für alle Bürger selbstverständlich sein sollte, rückt gerade für Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft in immer weitere Ferne", sagte sie "Report München".

Eine Woche zuvor war bereits der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin, Yehuda Teichtal, angegriffen worden. Teichtal war nach Angaben der Gemeinde mit seinen Kindern nahe einer Synagoge im Berliner Stadtteil Wilmersdorf unterwegs, als ihn zwei Männer beschimpften und bespuckten. Der Staatsschutz ermittelt.

(mja/AFP)