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Müllentsorgung​: Supermärkte müssen ab 1. Juli Elektroschrott zurücknehmen​

Müllentsorgung ab 1. Juli : Wie Supermärkte künftig Elektroschrott entsorgen

Ein neues Elektro- und Elektronikgerätegesetz ab dem 1. Juli sorgt dafür, dass neben Elektrohändlern nun auch Lebensmitteleinzelhändler alte Geräte zurücknehmen müssen. Für welche Händler das gilt, welche Geräte ins Recycling gehören und wo Sie künftig Elektroschrott abgeben können.

Ab 1. Juli sind viele Supermärkte per Gesetz verpflichtet, Elektroschrott kostenlos zurückzunehmen. So muss jeder Lebensmitteleinzelhändler mit einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern ausgediente Wasserkocher, Waffeleisen oder Mixer ohne den Kauf eines neuen Geräts kostenlos zurücknehmen. „Supermärkte, Discounter und Drogerien bringen massenhaft Elektrogeräte in Umlauf und es wird Zeit, dass auch sie Verantwortung für deren Entsorgung übernehmen.“, lautet die Begründung von DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Welche Geräte künftig zurückgegeben werden können

Die Rücknahme der Geräte ist an Bedingungen geknüpft: Die Supermärkte müssen selbst mehrmals im Jahr oder permanent Elektrogeräte verkaufen, damit sie Elektroschrott zurücknehmen können. Außerdem dürfen die Geräte maximal eine Kantenlänge von 25 cm aufweisen. Wenn ein größeres Neugerät - wie zum Beispiel ein Fernseher oder ein Kühlschrank - gekauft wird, so können Kunden ihr Altgerät ebenfalls zurückgeben, auch wenn die Kantenlänge hier 25 cm deutlich übersteigt.

Die alten Elektrogeräte sollen künftig in professionellen Sammelbehältnissen nahe der Kassen oder durch eine persönliche Abgabe bei den Mitarbeitern abgegeben werden können. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob der Supermarkt Ihres Vertrauens, alte Elektrogeräte entgegennimmt, fragen Sie vorher nach. Bei Märkten wie Edeka und Netto Nord werden Elektrogeräte laut dem DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer zwar ab einer Ladengröße von 800 Quadratmetern angenommen, bei Läden mit einer kleineren Fläche jedoch nicht. Dies könne zu „Verunsicherung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern“ führen, kritisierte Fischer.

Was passiert mit den Altgeräten?

Bei den Altgeräten, die zurückgenommen werden können, bemängelt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft außerdem, dass einige Konzepte der Lebensmitteleinzelhändler unzureichend seien. So habe keines der Unternehmen eine Separierung der Geräte geplant - und das, obwohl knapp 15 Prozent der Geräte eigentlich wiederverwendet werden könnten.

(joko)