Motorrad-Saison: Mindestens sechs Fahrer starben am Wochenende bei Unfällen

Schönes Wetter lockt Biker auf Straßen : Mindestens sechs Motorradfahrer starben am Wochenende bei Unfällen

Biker holen an den ersten schönen Frühlingstagen ihre Motorräder aus den Garagen - das hat sich an diesem Wochenende auch an der Zahl der Unfälle gezeigt. Mindestens sechs Motorradfahrer starben bundesweit bei Unfällen. Auch in NRW kam es zu Todesfällen.

In Wipperfürth in Nordrhein-Westfalen kam am Samstag ein 54-Jähriger in einer Kurve von der Straße ab und prallte gegen einen Mast. Er starb direkt am Unfallort.

Im Kreis Coesfeld (NRW) nahe Ascheberg erlag ein 20-jähriger Motorradfahrer am Sonntagnachmittag seinen Verletzungen nach einem Zusammenstoß mit einem Auto.

Im Hochsauerlandkreis sind zudem ein Motorrad- und ein Fahrradfahrer ums Leben gekommen. Der 55 Jahre alte Biker gehörte zu einer Gruppe von sechs Motorradfahrern aus dem Ruhrgebiet, die zwischen Brunskappel und Wiemeringhausen unterwegs waren. Als der Mann nicht mehr folgte, fuhr die Gruppe die Strecke zurück und bemerkte, dass der 55-Jährige mit einem 52 Jahre alten Fahrradfahrer zusammengeprallt war. Beide Männer starben noch an der Unfallstelle, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der genaue Unfallhergang war zunächst unklar.

In Niedersachsen verlor am Samstag ein 64-Jähriger in einer Kurve bei Menslage die Kontrolle über sein Motorrad, schleuderte in den Gegenverkehr und stieß mit dem Auto einer 67-Jährigen zusammen. Er starb noch an der Unfallstelle.

Übersehen wurde ein 52 Jahre alter Motorradfahrer beim Abbiegen an einer Kreuzung im sächsischen Pegau. Ein Autofahrer erfasste das Zweirad am Samstag, der Biker erlag seinen schweren Verletzungen. Ebenfalls von einem Auto gerammt wurde das Motorrad eines 30-Jährigen im oberbayerischen Mühldorf. Ein 70-Jähriger habe ihm am Samstag die Vorfahrt genommen, berichtete die Polizei. Der Schwerverletzte starb im Krankenhaus.

Allein in Thüringen wurde die Polizei zudem am Samstag zu mindestens vier Motorradunfällen gerufen, bei denen die Fahrer schwer verletzt wurden. Die Stürze gingen zumeist auf zu schnelles oder unachtsames Fahren zurück.

Zum Auftakt der Motorradsaison hatte NRW-Innenminister Herbert Reul am Sonntag beim Biker-Tag in Essen vor zu schnellem Fahren gewarnt. Die Polizei werde keine Raserei dulden, sagte Reul nach Angaben der Staatskanzlei. Im vergangenen Jahr seien laut Unfallstatistik landesweit 74 Motorradfahrer ums Leben gekommen und 1458 schwer verletzt worden. Niemand solle seine Fahrkünste überschätzen, riet der Minister und warb für einen rücksichtsvollen Umgang zwischen den Verkehrsteilnehmern.

(felt/dpa)
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