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Mord an zwei Frauen – Angeklagter zu zwölf Jahren Haft verurteilt

„Mord verjährt nie“ : Mord an zwei Frauen in den 90ern – Zwölf Jahre Haft

Ein 69-Jähriger ist im Prozess um den Mord an zwei Frauen in den 90er Jahren zu einer Gefängnisstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Er soll die beiden Frauen in ihren Wohnungen in Hamburg missbraucht, erdrosselt und ausgeraubt haben.

Im Prozess um den Mord an zwei Frauen in den 90ern ist der 69-jährige Angeklagte zu zwölf Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden. „Mord verjährt nie“, sagte die Vorsitzende Richterin Jessica Koerner am Dienstag vor dem Hamburger Landgericht. Es komme selten vor, dass Taten nach so langer Zeit aufgeklärt werden könnten.

Dies sei der Soko „Cold Cases“ zu verdanken, die die beiden Fälle neu bewertet und das Gericht so in die Lage versetzt habe, sie doch noch aufzuklären. Das Gericht geht davon aus, dass der Deutsche die beiden Frauen im Alter von 28 und 79 Jahren in ihren Wohnungen in Hamburg missbraucht, erdrosselt und ausgeraubt hat.

Den Ermittlern waren Parallelen zu früheren Taten des 69-Jährigen aufgefallen. Der Angeklagte war bereits 2011 vom Landgericht Lübeck wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden - Opfer war seine eigene Nichte.

(bora/dpa)