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Verein macht mobil: Mit Plastik-Embryonen gegen Abtreibungen

Verein macht mobil : Mit Plastik-Embryonen gegen Abtreibungen

Bruchsal (rpo). Mit Kunststoff-Embryos will ein Verein aus dem badischen Bruchsal gegen Abtreibungen protestieren. Sie sollen an 40 Millionen Haushalte in Deutschland verteilt werden. Der Kunstoff-Embryo zeigt ein Kind in Originalgröße in der zehnten Schwangerschaftswoche.

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p class="text"><P>Bruchsal (rpo). Mit Kunststoff-Embryos will ein Verein aus dem badischen Bruchsal gegen Abtreibungen protestieren. Sie sollen an 40 Millionen Haushalte in Deutschland verteilt werden. Der Kunstoff-Embryo zeigt ein Kind in Originalgröße in der zehnten Schwangerschaftswoche.

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p class="text">Thomas Schührer, der Vorsitzendes des Vereins "Durchblick" sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP, mit der Aktion werde am kommenden Freitag im Großraum Karlsruhe gestartet. "Jede Abtreibung hinterlässt zwei Opfer - das tote Kind und die Mutter, die oft durch ihr privates Umfeld zur Abtreibung gedrängt wurde."

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p class="text">Schührer sagte: "Das Thema Abtreibung muss wieder in der Öffentlichkeit diskutiert werden." Der etwa fünf Zentimeter große Plastik-Embryo werde zusammen mit einem Begleitschreiben von ehrenamtlichen Helfern verteilt. Die Verteilung der ersten 30.000 Plastik-Embryos sei finanziell gesichert. Pro Haushalt rechnet der Verein mit Kosten von rund 50 Cent. Die gesamte Aktion wird den Angaben zufolge 20 Millionen Euro kosten. Schührer sagte, alles werde über Spenden finanziert. Wie lange die bundesweit geplante Verteilaktion dauere sei zunächst unklar.

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p class="text">Der Verein "Durchblick" hat laut Schührer acht Mitglieder und 3.500 Förderer. Die Initiative sei unabhängig von der katholischen Kirche. Der 37-Jährige macht auch mit einer anderen Aktion gegen Abtreibungen mobil. In Karlsbad bei Karlsruhe stehen auf einem Feld 1.000 weiße Holzkreuze. "Für die 1.000 Abtreibungen pro Werktag." Die Menschen hätten bislang völlig unterschiedlich auf die Aktion reagiert. Schührer beklagte, dass Unbekannte schon einige Kreuze beschädigt oder auch zerstört hätten.

In Deutschland werden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes immer weniger Abtreibungen registriert. Im gesamten Jahr 2002 hatte die Zahl der Abbrüche im Vergleich zu 2001 um 3,4 Prozent auf rund 130.400 abgenommen.