Missbrauchsfall in Berlin: Junge soll von Mitschülern vergewaltigt worden sein

Missbrauchsfall in Berlin : Junge soll von Mitschülern vergewaltigt worden sein

Nach einem Missbrauchsfall an einer Berliner Grundschule dürfen die mutmaßlichen Täter nicht mehr zum Unterricht kommen. Sie sollen einen Mitschüler während einer Klassenfahrt vergewaltigt haben.

Der Fall soll sich vor den Sommerferien in einem Freizeitheim in der Uckermark ereignet haben, wie „Bild“, „BZ“ und „Morgenpost“ berichteten. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte der „Bild“-Zeitung, sie sei „entsetzt über diesen besonders schockierenden Fall. Es muss alles getan werden, um das geschädigte Kind und die Familie zu unterstützen“. Die mutmaßlichen Täter gingen nicht mehr auf diese Schule. „Dafür haben wir alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft“, sagte Scheeres.

Den Berichten zufolge hielten zwei Elfjährige den Jungen fest, während ein Zehnjähriger ihn vergewaltigte. Zwei weitere Mitschüler hätten den Missbrauch beobachtet. Ein Freund des Opfers habe sich erst später einem Sozialarbeiter seiner Schule anvertraut. Sie liege in einem sozialen Brennpunkt der Hauptstadt.

Das Opfer befinde sich in Obhut seiner Eltern, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft der Nachrichtenagentur dpa. „Aus Opferschutzgründen geben wir keine Einzelheiten heraus.“

Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich den Berichten zufolge um einen Jungen aus Afghanistan. Das Kind ist strafunmündig, weil er jünger als 14 Jahre ist. Die beiden Elfjährigen, die die Tat unterstützt haben sollen, gehen den Berichten zufolge seit Schulbeginn auf andere Schulen in anderen Bezirken.

(wer/AFP/dpa)
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