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Bislang 23.500 Anträge: Mehr Eltern beantragen Betreuungsgeld

Bislang 23.500 Anträge : Mehr Eltern beantragen Betreuungsgeld

Immer mehr Eltern nehmen das im August eingeführte Betreuungsgeld in Anspruch. Bis Ende August zählten die Behörden fast 23.500 Anträge für die neue Leistung, wie eine Umfrage der "Passauer Neuen Presse" in neun Bundesländern ergab.

Zunächst war noch ein mäßiges Interesse beklagt worden. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zeigte sich erfreut über die steigenden Antragszahlen. Trotz des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz gebe es viele Eltern, die sich für ihr Kind im zweiten Lebensjahr eine andere Art der Betreuung wünschten. "Darauf nehmen wir Rücksicht."

Nummer Eins bei den Anträgen ist danach mit Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland. Dort zählten die Behörden bis zum vergangenen Freitag 7937 Anträge. In Bayern waren es nach Angaben des "Zentrums Bayern Familie und Soziales" 5643 Anträge. In Baden-Württemberg bei der zuständigen Landeskreditanstalt gingen 5615 Anträge ein, in Hessen waren es 3046, in Sachsen 849, in Mecklenburg-Vorpommern 247 und in Berlin 150. Die zuständigen Ministerien in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz gaben laut Zeitung auf Nachfrage an, noch keine Zahlen zu den Anträgen vorliegen zu haben.

Laut Umfrage der Zeitung wird in vielen Bundesländern in den nächsten Monaten mit einer stark steigenden Nachfrage gerechnet. Hintergrund sei, dass viele Eltern Betreuungsgeld erst ab dem 15. Lebensmonat des Kindes beziehen können, da sie vorher 14 Monate lang das staatliche Elterngeld erhalten. Seit dem 1. August haben Eltern, die ihr Kleinkind nicht in staatlich geförderte Betreuung geben, Anspruch auf eine Zahlung von 100 Euro monatlich. Dieses Betreuungsgeld wird für Kinder bezahlt, die ab dem 1. August 2012 geboren wurden. Nach Angaben aus den Ländern werden viele Anträge abgelehnt, weil das Kind vor diesem Stichtag zur Welt gekommen ist.

(KNA)