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Ausgewiesener Intensivtäter: "Mehmet" in der Türkei erneut verurteilt

Ausgewiesener Intensivtäter : "Mehmet" in der Türkei erneut verurteilt

Muhlis A., bekannt als "Mehmet", kam in Deutschland durch Prügeleien und Diebstähle in die Schlagzeilen - bis er im Alter von 14 Jahren in die Türkei abgeschoben wurde. Dort ist er nun erneut straffällig geworden. Laut einem Bericht wurde er zu elf Jahren Gefängnis verurteilt.

"Mehmet", der eigentlich Muhlis heißt, erregte zuletzt wieder Aufsehen, als er sich öffentlich über seine Abschiebung beschwerte und dem CSU-Politiker Günter Beckstein vorwarf, er habe sein "Leben zerstört". Nun berichtet die "Bild"-Zeitung, dass der inzwischen 29-Jährige wieder verurteilt wurde.

Ein Gericht in Antalya verurteilte den jungen Mann demnach wegen schweren Raubes und Freiheitsberaubung zu elf Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Momentan befinde sich "Mehmet" aber noch auf freiem Fuß, weil er gegen das Urteil aus erster Instanz Berufung eingelegt habe.

Vor 15 Jahren war "Mehmet" von Bayern abgeschoben worden, weil er insgesamt 62 Straftaten begangen hatte. Der damals minderjährige Muhlis, den die Behörden zum Schutz seiner Identität "Mehmet" genannt hatten, löste eine Debatte über den Umgang mit kriminellen Menschen mit ausländischem Pass aus und beherrschte monatelang die Schlagzeilen.

Der in München geborene Türke war 1998 ohne seine Eltern ausgewiesen worden. Später erklärt das Bundesverfassungsgericht die Abschiebung für illegal, und "Mehmet" darf 2002 wieder zurückkehren. Der Jugendliche bekommt zunächst die Kurve und holt seinen Schulabschluss nach. Schon 2005 wird er aber wegen neuer Taten verurteilt - er flieht zurück in die Türkei.

Die neuen Vorwürfe gegen ihn gehen zurück auf den August 2012, als "Mehmet" einen Deutschen namens Rouven A. in einen Hinterhalt gelockt und ihm dann seine Uhr und eine Halskette gestohlen haben soll. Das 63 Jahre alte Opfer zeigte ihn daraufhin an.

(jre)