Der Mordfall Nelli G.: Massengentest soll neue Spur bringen

Der Mordfall Nelli G. : Massengentest soll neue Spur bringen

Letzte Hoffnung in einem schwierigen Mordfall: Um den Mörder der Supermarktverkäuferin Nelli G. aus Ostwestfalen zu finden, haben die Ermittler in Halle erneut Männer zum Massengentest antreten lassen.

Drei Tage lang sammelten sie Speichelproben von mehr als tausend Männern, wie der Leiter der Mordkommission, Ralf Östermann, am Samstag dpa sagte. Die Männner stammen aus der Nähe des Wohnorts der dreifachen Mutter in Halle oder drei Ortschaften nahe dem Leichenfundort.

Aus diesem Umfeld fehlen der Polizei nun noch Proben von rund 500 Männern. "Nächste Woche werden wir eine Bestandsaufnahme machen", sagte Östermann. Dann entscheide sich, ob es noch einen Termin für den Massengentest geben müsse. Seit Mai hatten bereits mehrere tausend Männer freiwillig Speichelproben abgegeben.

Nelli G. war im Herbst 2011 spurlos verschwunden. Ihre Leiche war Monate später in einem Waldstück in Halle aufgetaucht. Die 46-Jährige war durch mehrere Stiche in die Brust getötet worden. An ihrem Körper fanden Ermittler DNA eines Mannes.

(lnw)