Maria H. sagt vor Gericht aus - Öffentlichkeit ausgeschlossen

Prozess in Freiburg : Maria H. sagt vor Gericht aus - Öffentlichkeit ausgeschlossen

Im Freiburger Prozess um die jahrelang verschwundene Maria ist die Öffentlichkeit von der Vernehmung der heute 19-Jährigen ausgeschlossen worden. Das Landgericht folgte damit dem Antrag der Rechtsanwältin der jungen Frau.

Diese ist in dem am vergangenen Mittwoch begonnenen Prozess Gerichtsangaben zufolge Hauptzeugin und Nebenklägerin. Als Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit nannte das Gericht den Schutz der Persönlichkeitsrechte. Da Maria im Tatzeitraum minderjährig gewesen sei, gelte für sie ein besonderer Schutz.

Angeklagt ist ein 58 Jahre alter Deutscher aus Blomberg in Nordrhein-Westfalen. Ihm werden Kindesentführung und sexueller Missbrauch zur Last gelegt. Der Mann flüchtete laut Anklage im Mai 2013 mit der damals 13-Jährigen aus Freiburg ins Ausland, ohne dass die Eltern des Mädchens von dem Plan wussten oder einverstanden waren. Er soll das Mädchen in mehr als 100 Fällen sexuell missbraucht haben. Nach der Rückkehr Marias im vergangenen August wurde der Mann in Italien festgenommen. Ein Urteil soll es Ende Juni geben.

(zim/dpa)
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