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Luisenpark: Raubtier könnte Pinguin in Mannheim getötet haben

Luisenpark Mannheim : Raubtier könnte Pinguin "Nummer 53" getötet haben

Mitte Februar verschwand Pinguin "53" aus dem Luisenpark in Mannheim – einige Tage später wurde sein Körper ohne Kopf gefunden. Zunächst war von einem menschlichen Täter ausgegangen worden – jetzt hat die Obduktion ergeben, dass auch ein Raubtier den Pinguin getötet haben könnte.

Mitte Februar verschwand Pinguin "53" aus dem Luisenpark in Mannheim — einige Tage später wurde sein Körper ohne Kopf gefunden. Zunächst war von einem menschlichen Täter ausgegangen worden — jetzt hat die Obduktion ergeben, dass auch ein Raubtier den Pinguin getötet haben könnte.

Das berichtet die Polizei am Freitag mit Verweis auf das Obduktionsergebnis. Es könne aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Mensch das Tier umgebracht habe. Der Vogel war am 11. Februar aus dem Luisenpark verschwunden. Die Behörden hatten zunächst ausgeschlossen, dass er im Gehege von einem Wildtier gerissen oder selbst entlaufen sein könnte. Der Körper des toten Tieres wurde am 16. Februar am Rande eines Parkplatzes gefunden - ohne Kopf.

Der Humboldt-Pinguin könnte von einem Fuchs oder einem Hund getötet worden sein, wie Gerhard Marx, der stellvertretende Leiter des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Karlsruhe mitteilte. Das wurde aber nicht genauer geklärt. Die Behörde untersuchte den Körper. Dies dauerte seine Zeit, weil auch Gewebeproben analysiert worden sind.

"Es lässt sich nach wie vor weder ein Diebstahl des Pinguins ausschließen, noch dass er bereits im Gehege einem Wildtier zum Opfer gefallen war", teilte die Polizei weiter mit. Unklar sei weiterhin, auf welche Weise Pinguin "53" aus dem Parkgehege verschwunden sei. Verwertbare Spuren habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei ermittelte gegen unbekannt wegen des Verdachts des Diebstahls, der Sachbeschädigung sowie Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Staatsanwaltschaft Mannheim wird das Verfahren nun wohl einstellen. Die Tierschutzorganisation Peta hatte eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Der Direktor des Luisenparks, Joachim Költzsch, sagte: "Für uns ist es jetzt das wichtigste, unsere Tiere zu schützen." So sei geplant, Überwachungskameras zu installieren. Außerdem sei die Fachabteilung in Gesprächen mit Experten wie Tierärzten oder Jägern zu der Frage, ob und gegebenenfalls wie die Sicherheit der Pinguin-Anlage verbessert werden könnte.

Humboldt-Pinguine gehören zu den gefährdeten Arten. Sie leben an den Pazifikküsten etwa von Peru und Nordchile und gehören zu den Brillenpinguinen. Charakteristisch für sie ist neben der auffälligen "Gesichtsmaske" ein schwarzes Federband unterhalb der Kehle.

(isw/dpa)