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Luisa Neubauer besucht Greta Thunberg: „Das politische Versagen in der Klimakrise ist heute deutlicher denn je“

Neubauer besucht Greta Thunberg : „Das politische Versagen in der Klimakrise ist heute deutlicher denn je“

Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer wirft der Bundesregierung „umfassende Strategielosigkeit“ im Umgang mit der Klimakrise vor. An diesem Wochenende reist sie nach Schweden, um zusammen mit Greta Thunberg vor dem Parlament zu streiken.

Exakt drei Jahre nach dem ersten Klimastreik der Schwedin Greta Thunberg hat die deutsche Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer der Bundesregierung in der Klimapolitik „umfassende Strategielosigkeit“ vorgeworfen. Der starke Anstieg der Treibhausgasemissionen in diesem Jahr spreche für sich, die Bundesregierung solle aufhören, ihr Handeln „schönzureden“, sagte Neubauer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Neubauer reist an diesem Freitag nach Schweden, um gemeinsam mit der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg am Vormittag vor dem Parlament in Stockholm für mehr globalen Klimaschutz zu streiken. Thunberg hatte vor genau drei Jahren, am 20. August 2018, erstmals auf der Straße protestiert, um auf die globale Erderwärmung und ihre Folgen aufmerksam zu machen. Aus den von ihr initiierten Schulstreiks für das Klima erwuchs die mittlerweile weltweit vertretene Klimaschutz-Organisation Fridays for Future (FFF).

Neubauer und Thunberg hatten sich nach eigenen Angaben 2018 auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice kennengelernt. An diesem Freitag wollen sie noch einmal ein gemeinsames Zeichen setzen.

„Drei Jahre nach dem ersten Klimastreik ist das politische Versagen in der Klimakrise deutlicher denn je“, sagte Neubauer. Das lasse sich nicht nur an den Treibhausgasemissionen ablesen, sondern auch am jüngsten Bericht des Weltklimarats und den Unwettern in Deutschland und anderen Ländern, erklärte die Aktivistin. Auf die politischen Parteien in Deutschland sei kein Verlass.

Gesonderte Kritik übte Neubauer, die Parteimitglied bei den Grünen ist, an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). „Man bedenke, dass Scholz es nicht einmal mehr schafft nach diesem Katastrophen-Sommer, einen früheren Kohleausstieg zu fordern“, sagte Neubauer.

Scholz hatte auf einer Veranstaltung in Südbrandenburg vor einigen Tagen einem Kohleausstieg bis 2030 eine Absage erteilt. Nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung will Deutschland bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen - aus Sicht der FFF-Aktivisten ist das viel zu spät.

(th/dpa)