Am Frankfurter Flughafen: Lufthansa-Pilot trug illegale Waffen bei sich

Am Frankfurter Flughafen : Lufthansa-Pilot trug illegale Waffen bei sich

Frankfurt/Main (RPO). Am Frankfurter Flughafen ist ein Lufthansa-Pilot mit Waffen aufgegriffen worden, die in Deutschland verboten sind. Er hatte die Präzisionsschleudern mit 300 Stahlkugeln als Munition in den USA gekauft.

Ein Sprecher des Hauptzollamts bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Zeitungsbericht. Danach fanden die Beamten bei einer Kontrolle die beiden potenziell tödliche Präzisionsschleudern.

Gegen den 30-Jährigen wird jetzt wegen Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt, erklärte Zollsprecher Andreas Urbaniak am Dienstag auf Anfrage einer Nachrichtenagentur.

Waffen gelangten unkontrolliert an Bord

Nach seinen Angaben hat der Pilot angegeben, er habe das in den USA frei verkäufliche Gerät für sich und einen Freund mitgebracht und sich nichts dabei gedacht. Da das fliegende Personal einen gewissen Vertrauensschutz genießt, konnte der Mann die Gegenstände unkontrolliert mit an Bord nehmen.

Bei den auch bei Piloten und Flugbegleitern stichprobenartig vorgenommenen Zollkontrollen wurden die waffenartigen Gerätschaften aber am vergangenen Freitag auf dem Frankfurter Flughafen entdeckt. Dort war die Maschine, in der er als Kopilot tätig war, zuvor aus Los Angeles kommend gelandet.

Festgenommen wurde der Lufthansa-Angestellte nicht, weil er vermutlich mit einer Geldstrafe davonkommen wird, er einen festen Wohnsitz hat und weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr besteht.

Nachdem der Zoll die Ermittlungen eingeleitet hat, wird das Verfahren später automatisch an die Frankfurter Staatsanwaltschaft weitergeleitet, wie deren Sprecher Doris Möller-Scheu auf Anfrage sagte.

(DDP/pes-)