Lufthansa: 46 Flüge in Frankfurt gestrichen - Panne bei Flugsicherung

Tausende Passagiere betroffen : Softwarefehler sorgt für Flugausfälle - Lösung frühestens Donnerstag

Ein Fehler im elektronischen Kontrollstreifensystem der Flugsicherungszentrale in Langen sorgt für Verspätungen und Ausfälle. Die Lufthansa streicht 46 Flüge. In der Nacht zu Donnerstag soll eine neue Software das Problem beheben.

Im südwestdeutschen Flugraum kommt es derzeit zu Beeinträchtigungen. Ein Softwarefehler bei der Flugsicherung (DFS) in Langen sorgt weiterhin für Verspätungen und Ausfälle. Die Störung betrifft laut Unternehmensangaben das elektronische Kontrollstreifensystem. Dieses übermittelt den Fluglotsen unter anderem Daten zum Flugzeugtyp, zur Strecke und zur erwarteten Überflugzeit. Verlässt eine Maschine einen Flugsektor, wird die Zuständigkeit der Flugsicherung von einem anderen Lotsen übernommen, an den auch der entsprechende Kontrollstreifen weitergegeben wird. Das System in Langen arbeite fehlerhaft, so dass genauer und zeitaufwendiger hingeschaut werden müsse, erläuterte eine Sprecherin. Die übrigen Systeme stünden uneingeschränkt zur Verfügung.

Wie die Flugsicherung am Montag mitteilte, muss die Kapazität jedoch „aus Sicherheitsgründen“ weiterhin um ein Viertel reduziert bleiben. Die Störung trat erstmals am Donnerstag auf und die DFS konnte sie seitdem nicht in den Griff bekommen. Betroffen ist vor allem der Flughafen Frankfurt am Main, wo es immer wieder zu Verspätungen und Flugausfällen kommt.

Die Lufthansa strich aufgrund der Softwarepanne am Montag 46 Flüge. Davon betroffen seien 4500 Passagiere, sagte ein Konzernsprecher. Ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport erklärte, insgesamt seien 66 von 1400 Flügen ausgefallen. In Düsseldorf gab es bisher keine Einschränkungen, da am dortigen Flughafen ein anderes, älteres Kontrollstreifensystem verwendet wird.

Die Flugsicherungszentrale in Langen überwacht den Luftraum vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden und von der französischen Grenze bis nach Thüringen. Die weiteren Kontrollzentralen der DFS in München, Bremen und Karlsruhe seien von der Störung nicht betroffen, hieß es. In der Nacht zu Donnerstag wollen die Techniker eine alternative Software in Betrieb nehmen. Sie soll das Problem beheben.

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