Live-Ticker: Lokführer-Streik trifft vor allem NRW

Live-Ticker : Lokführer-Streik trifft vor allem NRW

Frankfurt/Main (RPO). Im Tarifstreit mit den Bahnunternehmen sind am Donnerstagmorgen seit 4 Uhr auch die Lokführer im Personenverkehr in den Streik getreten. Der Ausstand verlaufe "plangemäß, bundesweit und flächendeckend", sagte ein Sprecher der Lokführer-Gewerkschaft GDL in Frankfurt am Main. Wir halten Sie hier aktuell auf dem Laufenden.

Frankfurt/Main (RPO). Im Tarifstreit mit den Bahnunternehmen sind am Donnerstagmorgen seit 4 Uhr auch die Lokführer im Personenverkehr in den Streik getreten. Der Ausstand verlaufe "plangemäß, bundesweit und flächendeckend", sagte ein Sprecher der Lokführer-Gewerkschaft GDL in Frankfurt am Main. Wir halten Sie hier aktuell auf dem Laufenden.

+++12.03 Uhr: Hiermit beenden wir unsere aktuelle Berichterstattung über den heutigen Streiktag der Lokführer.

+++11.55 Uhr: Hier finden Sie die aktuelle Lage des Schienenverkehrs im Bergischen Land.

+++10.21 Uhr: Die Streiks der Lokführer sind in NRW zu Ende gegangen. Das teilte der NRW-Bezirksvorstand der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf Anfrage in Düsseldorf mit. Die Beeinträchtigungen im Fahrplan werden allerdings noch einige Stunden anhalten. Hier finden Sie die Verspätungen und Ausfälle in der Region.

+++10.16 Uhr: Die Bahnsteige am Duisburger Hauptbahnhof sind wie leergefegt. Viele Pendler sind offenbar auf andere Verkehrsmittel ausgewichen. Kaum ein Zug fällt aktuell noch aus. Nur wenige haben Verspätung. Die Situation scheint sich in Duisburg zu entspannen, nachdem am frühen Morgen viele Bahnkunden vergeblich auf ihre Züge warten mussten.

+++9.29 Uhr: Die Bahn hat die Streiks der Lokführer scharf kritisiert. Das Unternehmen sei enttäuscht darüber, dass entgegen der Ankündigungen der Gewerkschaft GDL Pendler wieder stark betroffen seien, sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber im ZDF-"Morgenmagazin". Er bekräftigte zugleich die Forderung an die Gewerkschaft, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Ich verlange von der GDL, dass sie auf unsere vielfältigen schriftlichen und mündlichen Angebote eingeht."

+++9.15 Uhr: Die Deutsche Bahn reagierte gelassen auf den Arbeitskampf der Lokführer im Bereich des Güterverkehrs. "Es stehen zurzeit zwar etliche Güterzüge, sie blockieren aber keine Züge für den Personenverkehr", sagte eine Bahnsprecherin auf Anfrage in Hamburg.

+++9.04 Uhr: Das Münsterland und das Ruhrgebiet sind nach Angaben eines Bahnsprechers kaum betroffen. Im Großen und Ganzen laufe alles nach Plan.

+++8.59 Uhr: In Köln ist zu Verspätungen und Zugausfällen insbesondere im Nahverkehr gekommen, wo auf einigen Linien fast jede zweite Verbindung ausfiel. Auch auf dem Hauptbahnhof in Düsseldorf mussten sich die Reisenden in Geduld üben, dort wurde ebenfalls etwa jede zweite Verbindung gestrichen. Eine Kollegin meldet aus Krefeld: Die Züge sind viel leerer als sonst, aber am Krefelder Hauptbahnhof läuft alles nach Plan.

+++8.31: Nach Angaben des stellvertretenden GDL-Bundesvorsitzenden Norbert Quitter beteiligten sich an dem Streik im Güterverkehr bis zum frühen Morgen etwa 500 Lokführer. Zum Personenverkehr konnte er zunächst keine konkreten Zahlen nennen. Alle Bereiche machten aber deutlich, dass sie einen flächendeckenden Tarifvertrag "wollen und auch brauchen", sagte Quitter Reuters. Über weitere Maßnahmen, etwa zusätzliche Streiks in den kommenden Tagen, wolle er derzeit nicht spekulieren. "Das hängt ausschließlich von der Arbeitgeberseite ab."

+++8.23 Uhr: Hier finden Sie die Verspätungen und Ausfälle in der Region.

+++8.19 Uhr: Die Bahn eigenen Angaben zufolge mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter an den Bahnhöfen, der telefonischen Reisendeninformation und in den Betriebszentralen und Transportleitungen eingesetzt.

+++8.12: Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat den bundesweiten Streik im Personen- und Güterverkehr gerechtfertigt. Viele Fahrgäste seien frustiert, aber es gebe auch Unterstützung für die Gewerkschaftsforderung nach einem einheitlichen Tarifvertrag und höheren Gehältern, sagte er am Donnerstagmorgen in Mannheim. Weitere Streiks schloss Weselsky nicht aus. "Es ist alles offen", sagte er. Zunächst müsse die Arbeitgeberseite nun ein "verhandlungsfähiges Angebot" auf den Tisch legen.

+++7.49 Uhr: Die Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer haben auch in NRW zu Behinderungen geführt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Düsseldorf mitteilte, war am Morgen vor allem der Zugverkehr im Bereich Köln betroffen. Hier sei es zu Verspätungen und Zugausfällen sowohl im Nah- wie auch Fernverkehr gekommen. Auch im Bereich des Güterbahnhofs Gremberg in Köln gebe es Arbeitsniederlegungen.

+++7.39 Uhr: Im Güterverkehr sind der Bahn zufolge seit Streikbeginn rund 230 Güterzüge nicht gefahren. Die Versorgung von Kraftwerken, Hochöfen und anderen zentralen Industrien sei dennoch gewährleist, hieß es.

+++7.28 Uhr: Der Fahrgastverband Pro Bahn hat angesichts der verhärteten Fronten im Bahntarifstreit die ehemalige EKD-Vorsitzende Margot Käßmann als Mediatorin vorgeschlagen. "Frau Käßmann wäre sicherlich jemand von einer hohen Integrität", sagte der Verbandsvorsitzende Karl-Peter Naumann dem Sender MDR Info. Er glaube nicht, dass das ohne einen Mediator funktioniere. Beide Seiten stünden sich in der Auseinandersetzung sehr unversöhnlich gegenüber, sagte er nach einem Treffen bei Bahn-Chef Rüdiger Grube am Mittwochabend.

+++7.14 Uhr: Nach Angaben des GDL-Bezirksvorsitzenden in NRW, Frank Schmidt, streikten am Morgen in NRW rund 120 Lokführer im Personen- und rund 80 im Güterverkehr. Betroffen seien vor allem die Bahnhöfe in Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund, weil dort viele Tarifkräfte arbeiteten. Etliche Züge seien gar nicht erst aus ihren Depots gefahren, betonte Schmidt.

+++6.57 Uhr: Bayern ist ein Schwerpunkt des Streiks. Der Großraum Nürnberg ist stark betroffen. Die Strecken nach Münchberg, Forchheim und Günzburg werden mit Ersatzverkehr bestückt. Die Münchener S-Bahn fährt nur stündlich.

+++6.31 Uhr: Der Streik im Güterverkehr hat in der Nacht zu erheblichen Einschränkungen beim Warentransport auf der Schiene geführt. "Es haben sich über 500 Kolleginnen und Kollegen am Arbeitskampf beteiligt", sagte der stellvertetende Bundesvorsitzende der Lohführergewerkschaft GDL. Das habe zur Folge gehabt, dass über 600 Güterzüge ausfielen oder sich über Stunden verspäteten.

+++6.12 Uhr: Nach GDL-Angaben standen am frühen Morgen zahlreiche Züge still. Besonders betroffen seien Knotenpunkte im Fernverkehr wie Frankfurt, Köln, Berlin oder München. In Berlin-Brandenburg standen 90 Prozent der Züge still, bei der S-Bahn in Berlin waren es ebensoviele, wie ein GDL-Sprecher mitteilte. Millionen Bahnreisende müssen sich auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Auch nach dem Ende des Streiks um 10 Uhr dürfte es bis zur Normalisierung des Bahnverkehrs noch Stunden dauern.

+++6.10 Uhr: Nach Angaben des Bezirksleiters fuhren die S-Bahnen in Hamburg bis 05.30 Uhr nur im Zehnminutentakt. Bis zum Vormittag sollten die Bahnen nur noch alle 20 Minuten in der Hansestadt verkehren. "In Hannover fuhren die S-Bahnen erst gar nicht aus den Stellwerken", sagte Schreiber. Daher müsse auch hier mit starken Beeinträchtigungen im Berufsverkehr gerechnet werden.

+++6.01 Uhr: "Seit 4 Uhr steht ein Großteil der Züge still", sagte der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Lutz Schreiber, am Donnerstagmorgen auf dapd-Anfrage. "Wir gehen davon aus, dass sich allein in Norddeutschland mehr als 400 Lokführer an dem Streik im Personen- und Güterverkehr beteiligen", sagte er.

+++5.55 Uhr: Auch in Düsseldorf ist es merklich ruhiger im Bahnhofsgebäude. Allerdings ist in den Gesichtern der Anwesenden zunehmend Ärger und Gereiztheit zu erkennen.

+++4.58 Uhr: In Wuppertal haben sich die Berufspendler offenbar auf die Ausfälle eingestellt - es ist deutlich ruhiger im Bahnhof. Erste S-Bahnen fahren nicht.

+++Donnerstag, 4 Uhr: Auch die Lokführer im Personenverkehr sind in den Streik getreten. Der Ausstand verlaufe "plangemäß, bundesweit und flächendeckend", sagte ein Sprecher der Lokführer-Gewerkschaft GDL in Frankfurt am Main. Der stellvertretende GDL-Vorsitzende Norbert Quitter sagte, mehr als 500 Lokführern hätten sich an dem am Mittwoch um 20.00 Uhr begonnenen Streik im Güterverkehr bei der Deutschen Bahn und ihren Wettbewerbern beteiligt. Bei "weit über 600 Zügen" habe es bis zum derzeitigen Stand Beeinträchtigungen oder Ausfälle gegeben.

+++Mittwoch, 20.22 Uhr: "Wir gehen von einer hohen Beteiligung aus", bestreikt, sagte ein Sprecher der Lokführer-Gewerkschaft GDL in Frankfurt am Main.

+++Mittwoch, 20.18 Uhr: Ein weiteres Zentrum des Arbeitskampfes ist Europas größter Güterbahnhof in Maschen bei Hamburg. "Beginnend mit 20.00 Uhr werden eine Menge Züge auf den Gleisen in Maschen stehen bleiben", sagte Lutz Schreiber, GDL-Bezirksvorsitzender für Norddeutschland in Hamburg. Streikposten sollen die ganze Nacht auf dem Rangierbahnhof südlich von Hamburg Wache halten. Wie viele Güterzüge in der Nacht streikbedingt stehen bleiben werden, sagte Schreiber nicht.

+++Mittwoch, 20.12 Uhr: "Der Schwerpunkt der Streiks wird in den neuen Bundesländern liegen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der GDL, Norbert Quitter der Nachrichtenagentur dapd in Frankfurt. Die Auswirkungen auf die Logistik- und Lieferketten dürften aber im gesamten Bundesgebiet zu spüren sein.

+++Mittwoch, 20 Uhr: Der bundesweite Lokführer-Streik im Güterverkehr hat begonnen. Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn und privaten Eisenbahngesellschaften solle der Güterverkehr von 20.00 Uhr bis zum (morgigen) Donnerstag um 10.00 Uhr lahmgelegt werden, teilte die Lokführer-Gewerkschaft GDL am Mittwochabend mit.

Hier geht es zur Infostrecke: Warnstreiks: Das müssen Arbeitnehmer wissen

(AFP/RTR/Dapd/csr/felt)