Lkw fährt in Weihnachtsmarkt in Berlin - möglicher Anschlag

Lkw fährt auf Berliner Weihnachtsmarkt : Bluttat in der Adventszeit

Lange wurde ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt befürchtet. Jetzt ist er offenbar in Berlin passiert, darauf deutet einiges hin. Die Reaktion der Gesellschaft muss ruhig und besonnen sein. Vollkommene Sicherheit kann es nicht geben.

Sollte nach diesem Jahr der Konflikte und Krisen, des Terrors und der Tatorte, trotzdem bei einigen so etwas wie Besinnlichkeit aufgekommen sein — nun ist sie vorbei. Mit dem mutmaßlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche, dem pulsierenden Herz des Westteils der Hauptstadt, ist der Terror offenbar in Deutschland angekommen. Ein Unfall galt am Montagabend jedenfalls als mögliche, aber doch sehr unwahrscheinliche Variante.

Ein Lastwagen rast in eine Menschenmasse, das barbarische Vorgehen kennt man aus Nizza. Die Bilder gleichen sich auf verstörende Art. Weihnachtsmärkte sind das ideale Anschlagsziel. Viele Menschen, offenes Gelände, höchste Verwundbarkeit. Schon seit Langem warnen Sicherheitsexperten vor einem Anschlag der Fanatiker auf die fröhlichen Feste in der Adventszeit.

Glück, Zufall, gute Polizeiarbeit. Es gibt viele Faktoren, warum Deutschland bisher vom Terror verschont blieb. Zuletzt das abgesagte Fußball-Länderspiel in Hannover. Dass der Terror uns nicht trifft, war eine Illusion. Nun heißt es, besonnen und ruhig zu handeln. Aufklären, mögliche Täter zur Rechenschaft ziehen. Optimale Betreuung für die Angehörigen der Opfer und Hilfe für die Verletzten. Und Konsequenzen? Jeder weiß, dass wir uns nicht einmauern können und wollen. Der Terror ist global. Die Antwort muss es auch sein.

In unserem Liveblog informieren wir Sie aktuell über die Ereignisse in Berlin.

(brö)
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