Sternschnuppen Wann Sie die Leoniden im November sehen können

Wie jedes Jahr kreuzt die Erdbahn im November den Meteorstrom der Leoniden. Mit etwas Glück sind dann Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen – in diesem Jahr ist sogar mit Überraschungen zu rechnen.

 Eine Sternschnuppe leuchtet neben der Milchstraße am Himmel über dem Walchensee in Bayern (Archivfoto).

Eine Sternschnuppe leuchtet neben der Milchstraße am Himmel über dem Walchensee in Bayern (Archivfoto).

Foto: dpa/Matthias Balk

Was sind die Leoniden?

Die Leoniden sind ein Meteorstrom, der jedes Jahr im November – je nach Wetterlage – beobachtet werden kann.

Die Leoniden führen ihren Ursprung auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück, der Trümmerstücke seines nur knapp vier Kilometer großen Kerns auf seiner Bahn verstreut hat. Seine Umlaufzeit um die Sonne beträgt 33 Jahre. In vergangenen Jahren gab es teils erheblich höhere Fallraten. Teils wurden 300 und mehr Meteore pro Stunde gezählt. Die Leoniden laufen auf Gegenkurs zur Erde, die ihnen entgegenkommt. Sie dringen mit 70 Kilometer pro Sekunde, dies entspricht 252.000 Kilometer pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Ein faustgroßer Meteoroid erzeugt dabei eine grelle Feuerkugel, die heller als der Vollmond leuchtet.

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Foto: Christoph Reichwein (crei)

Wann sind die Leoniden in Deutschland zu sehen?

In der zweiten Novemberhälfte wird der Meteorstrom der Leoniden aktiv. Die maximale Tätigkeit ist am 17. November zu erwarten, wo pro Stunde mit etwa 15 Sternschnuppen zu rechnen ist.

Gibt es in diesem Jahr Besonderheiten bei den Leoniden?

Ja. Die Meteorforscher haben kalkuliert, dass im Jahre 1733 eine große Trümmerwolke vom Hauptstrom der Leoniden durch den Sonnenwind und gravitative Effekte abgespalten wurde. Mit dieser kollidiert die Erde am 18. November in den frühen Morgenstunden, wobei eventuell bis zu 300 Meteore stündlich aufflammen.

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Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Wie sind die Mondphasen im November?

Die Vollmondphase wurde am 8. November um 12.02 Uhr im Sternbild Widder erreicht. Da der Mond am gleichen Tag die Erdbahnebene von Süd nach Nord kreuzt, wird er vom Erdschatten getroffen, es ereignet sich eine totale Mondfinsternis. Bevor der Mond aber in den Erdschatten tritt, geht er in Deutschland unter. Somit entgeht uns hierzulande dieses kosmische Schattenspiel. Drei Tage nach Vollmond begegnet der abnehmende Mond dem rötlichen Mars im Stier an der Grenze zu den Zwillingen. Neumond wird am 23. November drei Minuten vor Mitternacht erreicht.

Wie stehen die Sterne im November?

In der beginnenden Dunkelheit gegen 18 Uhr sind noch die Sommersternbilder zu sehen. Das Sommerdreieck mit Wega, Deneb und Atair steht hoch am Südhimmel, Herkules und Nördliche Krone sind im Nordwesten auszumachen. Der Schütze hält seine Stellung im Südwesten. Vier Stunden später, zur Standardbeobachtungszeit um 22 Uhr, ist die Umstellung zum Herbsthimmel vollzogen. Hoch im Süden nimmt das Herbstviereck seinen Platz ein, bekannt als Pegasus-Quadrat. An das Herbstviereck schließt sich im Nordosten die Sternenkette der Andromeda an, gefolgt vom Perseus mit seinen Flügelschuhen. Südlich der Andromeda erspäht man das stumpfwinkelige Sternendreieck des Widders. Im Osten sind mit Stier, Zwillinge und Orion die ersten Wintersternbilder aufgegangen.

(mba/dpa)
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