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Kaffee und Tee: Lebensmittelspende aus Afrika für "Hartz IV"-Empfänger

Kaffee und Tee : Lebensmittelspende aus Afrika für "Hartz IV"-Empfänger

Berlin (rpo). Lebensmittelspenden kennen in der Regel nur einen Weg: aus den westlichen Ländern in Richtung Krisenregionen in Afrika oder Asien. Jetzt läuft eine solche Aktion einmal in die andere Richtung: Die Situation von "Hartz-IV"-Empfängern in Berlin hat in Kenia Solidarität ausgelöst. Eine Lebensmittelspende befindet sich von dort auf dem Weg in die Hauptstadt.

Die Betreiber eines Berliner Diakonieladens, der einmal wöchentlich kostenlos Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, erhalten am Montag eine Hilfssendung aus dem kenianischen Malindi. Erwartet würden 300 Kilogramm Kaffee und Tee, sagte der Pfarrer der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde, Thomas Lübke.

In einem Krankenhaus, das seit Jahren von der Medizinischen DirektHilfe in Afrika (MDH), unterstützt werde, sei seit November gesammelt worden. Ein deutscher Kollege hatte dort von dem Berliner Diakonie-Projekt berichtet, wie Lübke sagte.

Die Spende sei eine einmalige symbolische Geste. "Gesammelt wurde natürlich nicht bei armen Menschen, sondern bei Freunden und Förderern des Krankenhauses", betonte Lübke.

LTU habe die Hilfslieferung kostenlos nach Berlin transportiert und das Zollamt eine außerordentliche Zollbefreiung ausgesprochen, erläuterte der Pfarrer. Er hoffte, dass er die rund 250 Menschen, die seit August 2005 jeden Montag in den Diakonieladen kommen, mindestens bis Ostern mit Kaffee und Tee aus Kenia versorgen kann.

(afp2)