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Klotti-Park: Zeuge erhebt schwerwiegenden Vorwurf nach Todesfahrt in Achterbahn​

Tragödie im Klotti-Park : Zeuge erhebt schwerwiegenden Vorwurf nach Todesfahrt in Achterbahn

Am Samstag ereignete sich ein tödlicher Unfall im Klotti-Park bei Cochem. Eine Frau stürzte während der Fahrt aus der Achterbahn. Nun steht der Vorwurf im Raum, der Park habe es mit der Sicherheit nicht so genau genommen.

Auch am Montag bleibt der Wild- und Freizeitpark Klotten geschlossen. Wie es danach mit dem Parkbetrieb weitergeht, ist zunächst noch nicht klar. So erklärte es der Klotti-Park, wie er umgangssprachlich auch genannt wird, bereits am Sonntag auf seiner Website. Man hält den Park demnach geschlossen, „um eine schnelle Aufklärung des Unfallhergangs durch die Behörden zu unterstützen“.

Tatsächlich ist am Montag noch unklar, wie es zu dem Unglück im Freizeitpark in Klotten (Kreis Cochem-Zell) kommen konnte. Mit Sicherheit lässt sich nur sagen, dass gegen 16.30 Uhr eine 57-jährige Frau aus einem Wagen der Achterbahn gestürzt ist. Eine Reanimation an der Unfallstelle blieb erfolglos. Die Polizei erklärt, dass die Frau vor Ort verstorben ist.

Besucher des Freizeitparks in Klotten erhebt Vorwürfe

Ein Besucher des Freizeitparks erhebt inzwischen schwere Vorwürfe gegen das Personal an der Achterbahn. Gegenüber Bild sagt der Mann: „Niemand hat manuell kontrolliert, ob die Sicherheitsbügel fest sitzen“. Seine Tochter sei nur wenige Minuten vor dem Unfall mit der Achterbahn gefahren. Wie es möglich war, dass die Frau während der Fahrt aus dem Wagen stürzt, ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an.

Der Augenzeuge erklärt weiter: „Sie wurde in das schwer zugängliche, dicht bewachsene Gebiet in Richtung Mosel geschleudert, musste zunächst gesucht werden.“

Die Achterbahn in Klotten ist laut Angaben des Freizeitparks 550 Meter lang. Die Wagen, in denen vier Personen Platz finden, erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h.

Laut Informationen des SWR geschah der Unfall auf einem Abschnitt, in dem die Klotti-Achterbahn geradeaus fährt. Allerdings geht die Fahrt in diesem Bereich stark auf- und abwärts.

Polizei setzt Ermittlungen zu tödlichem Sturz aus Achterbahn fort

Zu Spekulationen, etwa über einen technischen Defekt, Fahrlässigkeit oder Leichtsinn, sagte die Polizei, die Unfallursache bleibe vorerst unbekannt. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Die Kripo setzt am Montag ihre Ermittlungen fort. Schon zuvor seien Spuren gesichert und Zeugen befragt worden, teilten die Ermittler mit.

Dieser Artikel erschien zuerst im „Trierischer Volksfreund“.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 57-Jährige stirbt nach Sturz aus Achterbahn