1. Panorama
  2. Deutschland

Katastrophengebiet im Ahrtal: Freiwillige Helfer können per Shuttle anreisen

Katastrophengebiet im Ahrtal : Freiwillige Helfer können per Shuttle anreisen

Zwar bleibt das Katastrophengebiet im Ahrtal für den Individualverkehr gesperrt. Trotzdem können freiwillige Helfer wieder anreisen. Allerdings sollen sie per Shuttle zu den Orten gebracht werden. Ein kleines Hilfsangebot kommt unterdes auch vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Im Hochwasser-Katastrophengebiet an der Ahr wird seit Sonntag tonnenweise Unrat abtransportiert. Unterstützt von Landwirten sollen Entsorgungsfirmen ihn auf Deponien bringen, wie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mitteilte. Sie untersagt Individualverkehr bis einschließlich Montag weitgehend, damit die Müllfahrzeuge freie Fahrt haben. „Nur wenn der Unrat schnellstmöglicht aus den betroffnen Gebieten entfernt wird, können wir die Infrastruktur Stück für Stück wieder herstellen und mögliche Gesundheitsgefahren durch Müllablagerung eliminieren“, sagte Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Der Abtransport soll auch über die A61 laufen. Dort müssen Autofahrer mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen. Freiwillige Helfer durften am Sonntag wieder in das Krisengebiet. Sie sollten die Shuttlebusse einer privaten Initiative für die Anfahrt nutzen. „Jeder Helfer ist nicht nur erwünscht, sondern wird auch dringend gebraucht“, erklärte die Leiterin des Katastrophenschutzstabs, Begoña Hermann.

Am Samstag waren die Freiwilligen zunächst aufgefordert worden, wegen drohender starker Regenfälle und der unübersichtlichen Verkehrslage die Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler zu verlassen.

Derweil versprechen die öffentlich-rechtlichen Sender den vom Unwetter betroffenen Menschen in Deutschland unbürokratische Entlastungen vom Rundfunkbeitrag. Beitragszahlende können Wohnungen, Betriebsstätten oder Kraftfahrzeuge abmelden, wenn diese nicht mehr nutzbar sind. Möglich seien eine befristete Abmeldung, wenn die Wohnräume, Firmengebäude und Autos vorübergehend nicht nutzbar sind, oder bei einer Zerstörung eine dauerhafte Löschung des Beitragskontos, teilte der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio am Sonntag in Köln mit.

Darüber hinaus ließen sich mit dem Beitragsservice jederzeit Zahlungserleichterungen vereinbaren, hieß es. Weitere Informationen sowie die Online-Formulare sollen in Kürze auf der Internetseite „www.rundfunkbeitrag.de“ veröffentlicht werden.

(felt/dpa)