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"Kannibale von Neukölln" legt Geständnis ab

"Kannibale von Neukölln" legt Geständnis ab

Berlin (ddp). Der so genannte "Kannibale von Neukölln" hat amDienstag vor dem Berliner Landgericht ein Geständnis abgelegt. Ineiner zu Verhandlungsbeginn von seinem Verteidiger verlesenenErklärung gab er die Tötung eines 33-jährigen Musiklehrers währendSexspielen zu. Dem 41-Jährigen wird vorgeworfen, seinen Sexualpartnerim Oktober 2004 heimtückisch und zur Befriedigung seinesGeschlechtstriebes mit einem Schraubenzieher erstochen und die Leichedanach ausgeweidet zu haben. Er soll die inneren Organe des Getötetenlaut Anklage zum Verzehr vorbereitet haben.

Im Nachhinein könne er die Tat nicht verstehen und schäme sich,erklärte der Angeklagte. Er wisse, dass er sich in den nächstenJahren in psychiatrische Behandlung begeben müsse, weil es eine"dunkle Seite" in ihm gebe. Zu Details der Tat wollte er sich nichtäußern.

Der arbeitslose Maler und Lackierer hatte sein Opfer über eineKontaktadresse im Internet kennen gelernt und es vor der Tat zweimalgetroffen. Beim letzten Treff in der Wohnung des Angeklagten inBerlin-Neukölln sollen die Sadomaso-Spiele "außer Kontrolle" geratensein. Der 41-Jährige hatte sich einen Tag später der Polizei gestelltund den Mord an seinem Sexualpartner gestanden.

(afp)