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Klage abgewiesen: Hund darf nicht erben: Kein Geld für Besitzerin

Klage abgewiesen : Hund darf nicht erben: Kein Geld für Besitzerin

München (rpo). Sein Frauchen hatte ihn zwar auf Platz eins in ihrem Testament gesetzt, trotzdem bekommt der Western Highland Terrier Berry, respektive seine neue Besitzerin, kein Geld aus dem Nachlass. Weil: Hunde dürfen nicht erben.

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p class="text"><P>München (rpo). Sein Frauchen hatte ihn zwar auf Platz eins in ihrem Testament gesetzt, trotzdem bekommt der Western Highland Terrier Berry, respektive seine neue Besitzerin, kein Geld aus dem Nachlass. Weil: Hunde dürfen nicht erben.

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p class="text">Die neue Hundehalterin, eine alte Bekannte des früheren Frauchens, scheiterte mit ihrer Beschwerde vor dem Landgericht München I, teilte die Justizpressestelle am Dienstag mit. Die Verstorbene hatte neben ihrem Hund auch noch fünf Verwandte auf die Erbenliste gesetzt. Diese dürfen sich nun den Nachlass, zu dem auch eine Eigentumswohnung in München gehört, teilen.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Hund "keine rechtsfähige Person" sei. Zudem sei in dem Testament nicht festgelegt worden, dass sich die Freundin um den Hund kümmern solle. Sie hatte das Tier zwei Wochen nach dem Tod der früheren Besitzerin bei deren Bruder, der zu den Erben gehört, abgeholt. Außerdem sei klar, dass die Verstorbene keiner familienfremden Person etwas von ihrem Erbe habe abgeben wollen, befand das Landgericht. Dies ergebe sich aus der Schlussformulierung im Testament: "Bitte nicht streiten, Eure Tante."