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Autos überrollten 23-jährige Düsseldorferin: Horror-Crash auf A1: Unfallflüchtiger meldet sich

Autos überrollten 23-jährige Düsseldorferin : Horror-Crash auf A1: Unfallflüchtiger meldet sich

Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A1 in Wetter, bei dem eine junge Düsseldorferin von zwei Fahrzeugen überrollt worden war, sucht die Polizei weiter nach Unfallflüchtigen. Einer der Flüchtigen hat sich inzwischen gemeldet.

Eine 23-jährige Düsseldorferin war am Samstagabend mit ihrem Kleinwagen gegen eine Leitplanke geprallt, aus dem Wagen geschleudert und nach bisherigen Ermittlungen zweimal überrollt worden. Beide Fahrer fuhren weiter, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Die vier Mitfahrer, zwei junge Männer aus Hagen (21 und 24) eine 24-jährige Düsseldorferin sowie ein 21-jähriger Solinger, wurden schwer verletzt.

"Wir ermitteln nun wegen des Verdachts auf Unfallflucht und suchen dringend nach den Beteiligten und weiteren Zeugen", sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund am Montag. Laut Polizei hat sich mittlerweile einer der Unfallflüchtigen gemeldet. Es handelt sich um einen 36 Jahre alten Mann aus Schwerte. An seinem Wagen seien "geringfügige" Unfallspuren zu sehen. Der Fahrer habe den Unfall vermutlich nicht bemerkt und sich daher erst am Sonntag gemeldet. Er stellte sein Fahrzeug freiwillig für die Spurensicherung zur Verfügung.

Eine Oduktion der 23-Jährigen hat am Dienstagmittag die Todesursache aufgeklärt. Wie die Polizei mitteilte, starb die junge Frau erst durch das Überrollen, und nicht bereits durch den vorangegangenen Unfall. Zahlreichen Hinweise von möglichen Zeugen werde zurzeit nachgegangen. Mit aussagekräftigen Ergebnissen könne erst in einigen Wochen gerechnet werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Hagen und der Polizei Dortmund.

Die 23-jährige aus Düsseldorf hatte hinter der Abfahrt Volmarstein aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Auto verloren. Bei dem Aufprall gegen die Leitplanke wurden sie und zwei weitere Mitfahrer aus dem Auto geschleudert. Mindestens einer der Insassen sei nicht angeschnallt gewesen, da es auf der Rückbank nur zwei Gurte gegeben habe - der Kleinwagen war nur für vier Personen zugelassen.

Um den Unfallhergang zu rekonstruieren, sperrte die Polizei am Montagvormittag vorübergehend die Autobahn. Luftbilder aus einem Hubschrauber sollen unter anderem Erkenntnisse über Bremswege und Geschwindigkeiten der beteiligten Fahrzeuge geben, so ein Sprecher. Zwischen 11 Uhr und 12.30 Uhr war die A1 zwischen Volmarstein und Hagen-West hierfür voll gesperrt.

(lnw/jre)