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Hunderte Hinweise: Holzklotz-Attacke: Polizei erwägt Massen-Gentest

Hunderte Hinweise : Holzklotz-Attacke: Polizei erwägt Massen-Gentest

Oldenburg (RPO). Nach dem tödlichen Holzklotz-Wurf prüft die Polizei, ob ein Massen-Gentest bei der Aufklärung des Falls helfen könnte. Es sei allerdings noch nicht klar, ob an dem Klotz DNA von dem oder den Tätern sei, sagte Polizeisprecher Mathias Kutzner am Donnerstag. Die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung stünden noch aus.

Werde an dem Klotz DNA gefunden, werde diese zunächst mit Polizei-Datenbanken abgeglichen, kündigte Kutzner an. Danach gebe es die Möglichkeit, in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft über einen Massen-Gentest nachzudenken. Ein solcher Test sei an enge rechtliche Voraussetzungen gebunden, betonte der Sprecher.

SoKo setzt Befragung von Verdächtigen fort

Unterdessen setzte die SoKo "Brücke" die gezielte Befragung möglicher Verdächtiger fort. Insgesamt verfolgt die auf 27 Ermittler aufgestockte SoKo rund 350 Hinweise. Dies habe jedoch noch keinen Durchbruch gebracht, sagte Kutzner. Die Polizei arbeite Namen ab, die Zeugen seit der Veröffentlichung des Phantombildes einer Jugendgruppe genannt hätten. Auch nach der Präsentation des Falles in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend waren zahlreiche Hinweise eingegangen.

Die Polizei konzentriert ihre Ermittlungen wegen heimtückischen Mordes auf eine Gruppe von vier bis fünf Personen zwischen 16 und 20 Jahren. Sie sollen von mehreren Zeugen am Ostersonntag in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu der Tat auf der Brücke gesehen worden sein, von der der Klotz auf die A 29 geworfen wurde. Der Block traf auf der Autobahn in Oldenburg das Auto einer Familie aus Telgte in Nordrhein-Westfalen und erschlug eine 33-jährige Frau vor den Augen ihres Mannes und ihrer beiden Kinder.

(ap)