Hitzewelle in Deutschland: Wenn der Sommer richtig gefährlich wird

Von Sonnenbrand bis Hitzschlag : Wenn der Sommer gefährlich wird

Temperaturen bis weit über 30 Grad, dazu strahlender Sonnenschein: Ganz ungefährlich sind solche Super-Sommer-Tage nicht. Denn Sonne und Hitze im Übermaß schaden der Gesundheit, warnen Umweltbundesamt und Deutscher Wetterdienst. Doch was passiert, wenn Hitze und Sonne zu viel werden? Ein Überblick.

Sonnenbrand: Heilt in harmlosen Fällen von alleine. Schwere Verbrennungen können aber ein Fall für den Arzt sein. Mit verbrannten Kindern unter einem Jahr sollten Eltern immer zum Arzt gehen. Zur Linderung empfiehlt die Stiftung Gesundheitswissen Kühlung: mit nassen Umschlägen, parfümfreien Gels und Lotionen oder fließendem Wasser.

- Sonnenstich: Auslöser ist starke Sonneneinstrahlung auf einen unbedeckten Kopf. Die Folge: Der Kopf schmerzt und wird heiß, hinzu kommen Übelkeit und Erbrechen. Das beste Gegenmittel in solchen Fällen ist, sich in kühler und schattiger Umgebung hinzulegen. Einen Arzt rufen sollte man, wenn die Symptome sehr stark sind oder weitere hinzukommen - Fieber, Krampfanfälle oder Verwirrtheit etwa.

- Hitzeerschöpfung: Sie tritt vor allem auf, wenn die Hitze tagelang nicht nachlässt. Die Symptome ähneln einer Grippe, die Haut der Betroffenen ist blassgrau. Um wieder auf die Beine zu kommen, müssen Betroffene vor allem trinken. Falls die Symptome länger als eine Stunde anhalten oder sich noch verschlimmern, sollte man den Arzt rufen.

- Hitzschlag: Tritt auf, wenn der Körper aufgrund hoher Temperaturen mehr Wärme aufnimmt, als er abgeben kann. Die Folge: Die Körpertemperatur steigt schlagartig an, teils in nur 15 Minuten auf bis zu 41 Grad. Die Haut ist heiß, rot und sehr trocken. Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich - und deshalb immer ein Fall für den Notarzt.

Achtung: Für Laien sind Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag oft schwer zu unterscheiden. Im Zweifelsfall daher lieber schnell die 112 wählen.

(mja/dpa)
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