Hitzewelle 2018: Berlin versorgt Obdachlose mit Wasser und Sonnencreme

Hitzewelle : Berlin versorgt Obdachlose mit Wasser und Sonnencreme

Wegen der anhaltenden Hitze will der Berliner Senat Obdachlose mit Wasser und Sonnencreme versorgen. Außerdem ruft er die Bevölkerung dazu auf, ebenfalls zu helfen. Manchmal helfe schon eine Flasche Wasser.

„Wir alle versuchen, uns in diesen Tagen vor den Folgen der anhaltenden Hitze und Trockenheit zu schützen“, sagte am Donnerstag Daniel Tietze, Berlins Staatssekretär für Integration. Für Menschen, die auf der Straße lebten, sei das aber schwieriger. „Auch in diesen heißen Tagen kämpfen Menschen ohne Obdach ums Überleben, denn ihnen fehlt Vieles – vom geschützten Rückzugsraum über angemessene Kleidung bis zu wetterangepasstem Essen und Trinken.“

Deshalb seien Mitarbeiter des Landes Berlin in den nächsten Tagen unterwegs, um obdachlose Menschen mit Wasserflaschen und Sonnencreme zu versorgen. „Nicht nur an kalten, sondern auch an diesen besonders heißen Tagen brauchen obdachlose Menschen Unterstützung.“ Der Senat mahnte, wohnungslose Menschen bräuchten derzeit „unsere erhöhte Aufmerksamkeit, das Angebot von Hilfe oder einfach nur eine Flasche Wasser“. Jeder solle „wachsam gegenüber all jenen zu sein, denen es am Nötigsten fehlt und ihnen Hilfe anzubieten".

Ein Ende der Hitzewelle ist auch in den nächsten Tagen nicht in Sicht, im Gegenteil: Aufgrund zunehmender Feuchtigkeit dürfte die 28 bis 38 Grad heiße Luft noch unerträglicher erscheinen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) zu den Aussichten für die kommenden Tage berichtete. Kleinräumige Hitzegewitter ziehen bis Samstag über Deutschland hinweg und bringen vor allem im Südwesten Schauer mit sich, die auch unwetterartig geraten können (alle Infos zur Hitzewelle bei uns im Liveblog).

Am Sonntag und Montag kommt es zumindest in der Nordhälfte Deutschlands stellenweise zu einer leichten Abkühlung. An der See betragen die Temperaturen dann nur noch 21 Grad, während es in Teilen von Thüringen und Sachsens „nur“ bis 30 Grad heiß wird. Im Süden wird bei Temperaturen zwischen 28 und 35 Grad weiter geschwitzt.

Das kühlende Intermezzo im Norden ist aber nicht von Dauer - schon nach wenigen Tagen kehrt der DWD-Prognose zufolge die Hitze zurück. Abgesehen vom höheren Bergland sowie an der Küste dürften dann wieder überall 30 bis 37 Grad vorherrschen. Dabei nimmt zur Wochenmitte aber auch das Gewitterpotenzial wieder deutlich zu. Chancen auf eine deutschlandweite Abkühlung gibt es wohl frühestens zum Ende der kommenden Woche.

(wer/AFP)
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