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In Stein geschlagen: Hitler in bayerischer Höhle entdeckt

In Stein geschlagen : Hitler in bayerischer Höhle entdeckt

Der Rabenfels bei Rennertshofen birgt seit rund 80 Jahren ein Geheimnis, das nur wenigen bekannt war. Wenn man weiß, dass der Berg einst den Zweitnamen "Hitlerfelsen" hatte, kann man erahnen, worum es geht. 1933 meißelte ein Anhänger Hitlers ein Porträt des Führers in den Stein - und das ist bis heute erhalten.

Auch die Witterung der Jahrzehnte konnten dem Relief nichts anhaben. Noch immer ist der Kopf deutlich zu erkennen, dazu der Name "Adolf Hitler", die Zahl "33" sowie die Losung "Dein Kampf, unsere Ehre".

Das Relief wurde erst vor kurzem wiederentdeckt. Durch einen Zufall, oder vielmehr einen Unfall. Ein Jugendlicher war mit seinem Bruder und seinem Vater im Rabenfelsen unterwegs.

Wohl aus Übermut kletterte er im Fels umher, blieb dann aber mit seinem Fuß in einer Felsspalte hängen, konnte sich nicht mehr befreien.

Sein Vater holte kurzerhand Helfer aus dem nahen Ort Rennertshofen-Hütting. Die Retter befreiten nicht nur seinen Sohn, sie entdeckten auch den Eingang zu der Höhle, in der sich das Hitler-Bild befindet.

Den Jüngeren im Ort waren die Geschichten vom Hitler-Kopf höchstens vom Hörensagen bekannt, als Geplauder am Stammtisch. Doch plötzlich zeigte sich, sie stimmten.

Anwohner fürchten jetzt, der Fels könne zu einer Wallfahrtsstätte der rechten Szene werden. Viele würden das Überbleibsel aus dem Dritten Reich daher lieber früher als später zerstört wissen.

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(csr)