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Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 6,5 Prozent mehr Anrufe in 2019

Anstieg von 6,5 Prozent in 2019 : Mehr Anrufe bei Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Im vergangen Jahr hat die Zahl der Anrufe beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ zugenommen. Es habe 2019 45.000 Beratungen gegeben, heißt es im nun veröffentlichten Jahresbericht. Das Telefon ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Zahl der Beratungen am bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das gehe aus dem entsprechenden Jahresbericht für 2019 hervor, wie das Bundesfamilienministerium am Dienstag mitteilte. Demnach gab es im vergangenen Jahr rund 45.000 Beratungen per Telefon, Chat oder E-Mail. Das sei ein Anstieg von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Fast 25.000 von Gewalt betroffene Personen hätten das Angebot genutzt, daneben seien auch Personen aus dem Umfeld Betroffener und Fachkräfte beraten worden. „Das Hilfetelefon kann ein Rettungsanker sein, es ist für viele betroffene Frauen buchstäblich die erste Hilfe, um der Gewalt zu entgehen“, sagte Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD). In der Corona-Krise sei die Bedeutung dieses Angebots sogar noch gewachsen.

Seit dem Start des Hilfetelefons im März 2013 sind den Angaben zufolge fast 230.000 Beratungen durchgeführt worden. Häusliche Gewalt bleibe häufigster Grund für die Kontaktaufnahme.

Die Nummer 08000 116 016 ist rund um die Uhr erreichbar. Mehr als 80 Beraterinnen helfen von Gewalt betroffenen Frauen kostenlos, anonym und vertraulich, auch in anderen Sprachen. Die Kontaktaufnahme ist auch über Chat oder E-Mail unter www.hilfetelefon.de möglich. Neben der Unterstützung in akuten Krisensituationen vermittelt die Hotline betroffene Frauen und Mädchen auch an örtliche Beratungsstellen und an Frauenhäuser, wo sie Schutz suchen können.

(c-st/dpa)