Hells Angels - Polizei befürchtet klubinternen Rockerkrieg

Hells Angels gegen Hells Angels : Polizei befürchtet klubinternen Rockerkrieg

Einem Medienbericht zufolge befürchtet die Polizei gewaltsame Auseinandersetzungen innerhalb der Hells Angels in Deutschland. Hintergrund ist ein Konflikt zwischen jüngeren und älteren Mitgliedern des Klubs. Im Dezember soll es bereits einen internen Friedensgipfel gegeben haben.

Die Polizei befürchtet nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" gewaltsame Auseinandersetzungen unter den Hells Angels in Deutschland. Laut dem Magazin geht dies aus einem Lagebericht des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) hervor. Danach schwelt ein Konflikt innerhalb der Hells Angels zwischen jungen Mitgliedern und Altrockern. Weder das Düsseldorfer Innenministerium noch das LKA wollten sich am Sonntag zu dem Bericht äußern.

Der Streit soll nach Angaben des "Spiegel" bei einem Treffen im Dezember in Magdeburg beigelegt worden sein. Dort sollen sich die Hells Angels darauf geeinigt haben, die jungen Rocker in die Bandenstruktur zu integrieren. Laut dem Magazin haben die Kriminalisten jedoch starke Zweifel an der Friedensfähigkeit der Mitglieder. "Geringe Anlässe können zur Eskalation der Situation führen." Erst im Sommer 2014 gab es unter Hells Angels vor einer Frankfurter Bar eine Schießerei. Dabei wurden vier Rocker schwer verletzt.

Die Hells Angels gelten als mächtigster Rockerclub der Welt. Sie wurden 1948 von Kriegsveteranen in Kalifornien gegründet. Aus der Gruppe von Harley-Davidson-Fans wurde eine straff geführte Organisation mit Mitgliedern in rund 30 Ländern, der erste deutsche Ableger entstand 1973. Seit Jahren geht der Staat gegen einzelne Clubs vor, so wurden die Hells Angels im Herbst 2014 in Göttingen verboten.

(dpa)
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