Hannover/Sonneberg: Kind bleibt allein auf Bahnsteig zurück, Dreijähriger fährt alleine

Vorfälle in Hannover und Sonneberg: Ein vergessenes und ein allein fahrendes Kind sorgen für Aufregung

Die Kleinen werden auch immer selbständiger: Am Wochenende haben zwei Vorfälle mit Kleinkindern an Bahnhöfen und in Zügen die Polizei beschäftigt.

Ganz alleine machte sich ein Dreijähriger in Niedersachsen auf die Reise: Der Junge fuhr mit einem Zug aus der Stadt Ronnenberg ins etwa 15 Minuten entfernte Hannover. Die Eltern meldeten ihr Kind am Samstagmittag als vermisst, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Wenig später fand die Bundespolizei den Dreijährigen wohlauf am Hauptbahnhof in Hannover. Der ausgebüxte Junge kam anschließend wieder in die Obhut seiner Eltern. Diese hatten den entscheidenden Hinweis für die Suche gegeben: Das Kind habe eine große Leidenschaft für Eisenbahnen, teilten sie der Polizei mit.

Im thüringischen Sonneberg blieb ein knapp drei Jahre alter Junge im Kinderwagen bei der Abfahrt einer Regionalbahn versehentlich alleine auf dem Bahnsteig zurück. Der Zug fuhr am Samstag mit der 29 Jahre alten Mutter davon, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Frau hatte sich im Zug beim Personal nach dem Fahrtziel erkundigt, als sich die Bahn in Bewegung setzte. Ein Mann alarmierte die Polizei, die die Mutter an der nächsten Haltestelle mit einem Streifenwagen abholte - auf dem Polizeirevier traf die 29-Jährige ihr Kind wieder.

(felt/dpa)