Hannover: Laut Zeitungsbericht sollten mehrere Bomben im Stadion explodieren

Medienbericht : Bomben sollten mit Rettungswagen ins Stadion gebracht werden

Die "Bild" ist nach eigenen Angaben an ein geheimes Dokument des Verfassungsschutzes gelangt, in dem Details zum offenbar geplanten Anschlag in Hannover aufgeführt sind.

Demnach wollten mehrere Attentäter das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden angreifen. Diese und die weiteren Informationen will die Zeitung aus einem Geheimpapier des Verfassungsschutzes erfahren haben, das wiederum auf Informationen eines ausländischen Geheimdienstes basiere.

Die wesentlichen Punkte:

  • Der Angriff hätte mit mehreren Bomben erfolgen sollen, die in einem Rettungswagen in das Stadion gebracht worden wären.
  • Der Anführer der Gruppe sollte im Stadion sitzen, um den Anschlag zu filmen.
  • Weiter heißt es, eine zusätzliche Bombe hätte nach Mitternacht am Hauptbahnhof explodieren sollen.

Das geheime Papier habe Innenminister Thomas de Maizière (61, CDU) am Dienstagabend gegen 18.33 Uhr erreicht. Um 19.20 Uhr war das Spiel offiziell abgesagt worden. Bei einer Pressekonferenz hatte de Maizière keine Angaben zum Ausmaß der vermuteten Gefährdung gemacht und auch zur Quelle der Hinweises auf mögliche Anschlagspläne geschwiegen. "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern", sagte er zur Erläuterung.

Gegen 23 Uhr am Abend fanden Polizisten eine Bombenattrappe in einem IC und sprengten sie kontrolliert. Dass keinerlei Sprengstoff im oder am Stadion gefunden worden sei, betonten die Behörden am Donnerstag erneut.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Stadion in Hannover evakuiert

(AFP)
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