Hamburg: Patient greift Polizisten in Psychiatrie mit Messer an

Beamte erschießen Mann in Hamburg: Patient greift Polizisten in Psychiatrie mit Messer an

Ein Patient einer psychiatrischen Klinik in Hamburg hat einen Polizisten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Als Reaktion auf die Attacke am Mittwoch gaben der 36 Jahre alte Beamte und sein 28 Jahre alter Kollege Schüsse ab.

Das sagte eine Polizeisprecherin. Der Patient habe schwere Verletzungen erlitten. Nach einer Notoperation sei sein Zustand zunächst stabil gewesen. Er starb jedoch am Abend, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der 45-Jährige war den Angaben zufolge auf eigene Veranlassung in die Klinik gekommen. Ärzte untersuchten ihn und hielten eine Einweisung zur stationären Behandlung für erforderlich. Ein Richter habe dem zugestimmt. Als dem Patienten der Beschluss mitgeteilt wurde, habe er plötzlich zwei vermutlich mitgebrachte Messer in den Händen gehabt. Angesichts der Eskalation hätten die Ärzte die Polizei gerufen.

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Der verletzte Beamte wurde ambulant versorgt. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie die Polizeisprecherin weiter sagte. Wegen des Schusswaffengebrauchs wurde, wie in solchen Fällen üblich, das Dezernat Interne Ermittlungen eingeschaltet.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bietet nach eigenen Angaben ambulante und stationäre Behandlungen an. Behandelt werden unter anderem Abhängigkeitserkrankungen, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen.

(felt)