Nach sieben Monaten U-Haft: Haftbefehle gegen Mai-Randalierer aufgehoben

Nach sieben Monaten U-Haft : Haftbefehle gegen Mai-Randalierer aufgehoben

Berlin (RPO). Im Prozess gegen zwei mutmaßliche Mai-Randalierer wegen versuchten Mordes hat das Landgericht Berlin am Donnerstag unerwartet die Haftbefehle gegen die beiden Schüler aufgehoben. Entsprechende Anträge der Verteidigung waren zuvor wiederholt abgelehnt worden.

Zuletzt hatte die Mutter des jüngsten Angeklagten das Gericht gebeten, ihren Sohn und den Mitangeklagten über Weihnachten freizulassen und als Sicherheit eine Kaution angeboten. Die Aufhebung der Haftbefehle wurde vom Gericht allerdings nicht weiter begründet.

Die heute 17- und 20-jährigen Schüler saßen seit über sieben Monaten in Untersuchungshaft. In dem seit September laufenden Prozess wird ihnen vorgeworfen, am Abend des 1. Mai in Kreuzberg einen Molotowcocktail auf Polizeibeamte geworfen zu haben. Dabei soll ein Teil der brennenden Flüssigkeit eine junge Frau getroffen und deren Kleidung entzündet haben. Die Passantin erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades und musste im Krankenhaus behandelt werden.

(DDP/can)
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