Gutes tun zu Weihnachten - Drei gute Taten für ein Halleluja

Vor Weihnachten 2016 : Drei gute Taten für ein Halleluja

Samstag ist Heiligabend – ein guter Zeitpunkt, um ein bisschen am eigenen Karma zu arbeiten. Oder wahlweise: Um Jesus richtig stolz zu machen. Wir geben Tipps für gute Taten in den letzten drei Tagen vor Weihnachten.

Samstag ist Heiligabend — ein guter Zeitpunkt, um ein bisschen am eigenen Karma zu arbeiten. Oder wahlweise: Um Jesus richtig stolz zu machen. Wir geben Tipps für gute Taten in den letzten drei Tagen vor Weihnachten.

Wieso feiern wir noch mal Weihnachten? Ach ja: Weil vor etwas mehr als 2000 Jahren ein Mann geboren wurde, der ein paar gute Ideen hatte.

Zum Beispiel: Seid nett zueinander. Haut euch nicht gegenseitig die Glocken ein, sondern vertragt euch. Wenn euch jemand um Geld bittet, rückt es gefälligst raus. Und seid freundlich auch zu denen, die euch tierisch auf die Nerven gehen — denn sonst ist das ja keine Kunst.

Man muss kein Christ sein, um diese Ideen der Bergpredigt gut zu finden. Für jeden von uns gibt es gute Gründe, aus 2016 trotz allem noch ein schönes Jahr machen zu wollen. Für einen Moment wenigstens.

Für alle, die noch auf der Suche nach einer guten Tat kurz vor Weihnachten sind, hier ein paar Tipps für kleinere und größere Aktionen.

Tag 1: Frieden

Der Krieg in Syrien macht uns hilflos — und es gibt kaum etwas, was wir als Normalbürger dagegen tun können. Aber wir können die Menschen unterstützen, die sich für Frieden einsetzen — oder zumindest dafür, das Leid in Syrien zu lindern.

  • Wie wäre es mit einem Brief an den Bundestagsabgeordneten oder die Abgeordnete des eigenen Wahlkreises? Schreiben Sie ihm oder ihr, dass Ihnen Frieden in Syrien wichtig ist. Fragen Sie, wie sich der/die Abgeordnete dafür bisher eingesetzt hat. Und bitten Sie, weiter Lobbyarbeit für den Frieden zu machen. Namen und Adressen gibt es hier.
  • Unterstützen Sie Ärzte ohne Grenzen mit einer Spende. Die Organisation setzt sich für den Schutz von Zivilisten in der Kriegszone ein. Auf ihrer Website kann jeder mit ein paar Mausklicks eine eigene Online-Spendenaktion starten und so Freunde und Kollegen zum Spenden animieren: Einfach Aktion kurz beschreiben, ein Foto hochladen und Spender einladen. Natürlich kann man auf dieser Seite auch die Aktionen anderer Menschen bewundern — und mit einer Spende nach vorne bringen.
  • Gutes tun und dabei Schönes kaufen: Das geht zum Beispiel bei Doctors of the World. Die britische Organisation hat ungewöhnliche Antikriegs-Weihnachtskarten entwerfen lassen, die klassische Weihnachtsszenen mit Kriegsfotografie aus Syrien kombinieren. Im Online-Shop kann man sie für knapp 12 Euro plus Versandkosten bestellen, und damit zwischen den Jahren noch mal jemanden zum Nachdenken bringen — vielleicht den eigenen Abgeordneten?
  • Im Greenpeace-Shop gibt es Aleppo-Seife, die in einem traditionellen Verfahren nördlich der syrischen Stadt hergestellt wird. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Familienunternehmen vor Ort — vielleicht ein erstes Stück Wiederaufbau.

Tag 2: Nächstenliebe

Viele Menschen müssen Weihnachten allein verbringen. Oder sie können sich nicht das Fest leisten, das sie sich wünschen. Das tut weh. Vor Ort kann man aber einiges dagegen tun.

  1. In vielen Städten richten Organisationen Weihnachtsfeiern für Alleinstehende aus — und oft werden noch Helfer oder Geschenkspenden gesucht, wie zum Beispiel beim CVJM Düsseldorf. Dort werden noch Leute gebraucht, die am Donnerstag Geschenketaschen packen oder am Freitag mithelfen, die Feier vorzubereiten. Aber auch Spenden werden gern genommen. Und die Organisation freut sich, wenn Sie alleinstehende Männer aus Ihrer Nachbarschaft auf die Veranstaltung aufmerksam machen. Ähnliche Veranstaltungen gibt es auch in Hilden, Ratingen, Mettmann, Kempen und vielen anderen Städten. Ansprechpartner sind neben dem CVJM meist Diakonie, Caritas oder der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Einfach anrufen und nachfragen!
  2. Die meisten Aktionen, bei denen man Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder spenden kann, sind in diesem Jahr schon vorbei. Aber in vielen Supermärkten laufen noch kleine Aktionen, bei denen Sie Lebensmitteltüten für ein Festessen packen können.
  3. Das ganze Jahr, aber besonders jetzt zu Weihnachten können Sie Spielzeug, Kleidung, Bücher oder Bastelmaterial im nächsten SOS-Kinderdorf — zum Beispiel in Düsseldorf oder am Niederrhein — vorbeibringen. Wo die Standorte genau sind, erfahren Sie hier.
  4. In vielen Städten gibt es Tiertafeln, die Tierfutterspenden gerne entgegennehmen. In Duisburg zum Beispiel ist das ganz einfach: Hier gibt es eine Liste von Sammelstellen, wo man Tierfutter einfach abgeben kann.

Tag 3: Umwelt

Weihnachten und Silvester setzen der Umwelt ziemlich zu: viel Konsum, viel Fahrerei, viel Müll. Ein paar Tipps, um das auszugleichen:

  1. Man traut sich ja fast nicht mehr, es vorzuschlagen, nachdem ein Düsseldorfer Ratsherr für diesen Vorschlag schon Morddrohungen bekommen hat: Aber statt einen Baum fürs eigene Wohnzimmer zu fällen, könnte man natürlich auch Waldpate beim Naturschutzbund (NABU) werden oder bei der Stiftung "Unternehmen Wald" für fünf Euro Spende einen Baum pflanzen lassen.
  2. Wenn doch Weihnachtsbaum, dann gerne ökologisch statt aus Plastik (Infos vom NABU).
  3. Auch wenn ein bisschen Klimawandel (inklusive leicht erhöhter Temperatur) gerade gar nicht unwillkommen ist: Vielleicht ist ja jetzt die Zeit, endlich auf Ökostrom umzusteigen? Hier gibt es Tipps von der Verbraucherzentrale.
  4. Wie man auch ohne Stromanbieterwechsel im Alltag seinen CO2-Ausstoß verringert, haben wir hier für Sie aufgeschrieben.
  5. Ein Festessen, das die Umwelt schont, besteht vor allem aus Produkten aus der Region. Was jetzt Saison hat, erfährt man in Saisonkalendern wie diesem von einer Bundesvereinigung deutscher Obst- und Gemüse-Erzeuger: zum Beispiel verschiedene Kohlsorten, Möhren, Rüben, Sellerie, Lauch, Champignons, Zucchini, Spinat oder Feldsalat.
  6. Umweltfreundlich ist es auch, beim Gemüse zu bleiben — denn gerade die konventionelle Tierhaltung ist sehr ressourcenintensiv. Glücklicherweise gibt es im Netz Dutzende toller Vorschläge für vegetarische oder vegane Weihnachtsmenüs. Wie wäre es mit den Blätterteig-Pasteten mit Champignon-Rotwein-Sauce und Möhrchen des Bloggers Herr Grün? Schon 2015 hat die Köchin Sarah Wiener für Greenpeace ein köstliches Weihnachtsmenü gezaubert. Rezepte gibt es hier. Und bei der Tierschutzorganisation Peta gibt es eine "Falsche Ente" mit Rotkohl und Knödeln als Hauptgang - inklusive Videoanleitung.

Und wenn das alles im Weihnachtsstress doch nicht mehr klappt: Seien Sie wenigstens gut zu sich selbst. Nehmen Sie sich 30 Sekunden und lächeln Sie Ihrem Spiegelbild zu. 2017 ist auch noch ein Jahr — mit vielen Gelegenheiten zur guten Tat.

(hpaw)