Gute Bildungsnoten für Deutschland — aber mit Abstrichen

OECD-Studie: Gute Bildungsnoten für Deutschland — mit Abstrichen

Investitionen für Schulen, gute Berufsausbildung, viele gute Abschlüsse: Deutschland steht gut da bei der Bildung. Doch trotzdem bleibt mehr als jeder Zehnte ohne Abitur oder Ausbildung. Es gibt noch immer zu viele Niedrigqualifizierte. Woran liegt es?

Der überwiegende Teil der Jugendlichen in Deutschland nutzt die guten Chancen durch Bildung und Ausbildung für seine berufliche Karriere. So gehen in kaum einem anderen Land so viele junge Leute zur Schule, sind in Ausbildung oder haben einen Job wie in Deutschland. Trotzdem haben weiterhin viele nur schlechte Chancen: Der Anteil junger Menschen ohne qualifizierten Abschluss stagniert seit Jahren. Das zeigt die am Donnerstag in Berlin präsentierte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick".

Der OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher nannte den "reibungslosen Übergang" von Ausbildung in Beruf die "herausragendste Stärke des deutschen Bildungssystems". Höhere Einkommen und niedrige Arbeitslosigkeit zeigten, "dass sich Bildung lohnt". Das Problem der vielen Niedrigqualifizierten bleibe aber ungelöst — sie hätten schlechtere Lebenschancen. Für Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU)
ist das Bildungssystem stabil und leistungsfähig. "Noch eine ganze Menge Luft nach oben" gebe es aber bei der Bildungsgerechtigkeit. Die Ergebnisse der OECD-Studie im Einzelnen:

(dpa/jeku)