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Grünes Gewölbe Dresden: Privatermittler lobt 1,3 Millionen Euro Belohnung aus

Privatermittler veröffentlicht Video : 1,3 Millionen Euro Belohnung für Rückgabe der Juwelen von Dresden ausgelobt

Ein Kunstmäzen bietet eine Millionensumme für die Rückgabe der geraubten Juwelen aus dem Grünen Gewölbe – unabhängig davon, ob die Täter gefasst werden. Die Staatsanwaltschaft hält das für „generell nicht unzulässig“.

Seit diesem Dienstag sorgt ein Video im Internet für Aufsehen: Zu sehen ist der Privatermittler Josef Resch, Geschäftsführer der Firma Wifka, an einem Tisch voller Bargeld. 1,3 Millionen Euro in kleinen Scheinen lobt er aus – für die Rückgabe der am 25. November geraubten Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden. Und das im Auftrag: Ein Kunstmäzen – nach eigenen Angaben eine Privatperson – soll sich bei Resch gemeldet haben. Dieser Person gehe es nicht um die Ergreifung der Täter, sondern um die Rückgabe der kostbaren Stücke. Das von dieser Person zur Verfügung gestellte Geld soll sicher hinterlegt und extra so gestückelt sein, dass es unauffällig getauscht werden kann.

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Die von Josef Resch im Auftrag ausgelobte Belohnung steht nicht in Zusammenhang mit der Belohnung der Staatsanwaltschaft Dresden für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder zum Auffinden der einzigartigen Schmuckstücke führen. Diese beträgt 500.000 Euro.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden wollte die nun privat ausgelobte Belohnung nicht bewerten. „Generell ist so etwas nicht unzulässig“, sagte er unserer Redaktion. Für die Ermittlungen habe das jedoch erst einmal keine Relevanz. „Wir haben das zur Kenntnis genommen.“ Letztlich sei das Sache der Privatperson. Der Sprecher betonte zudem, dass die Belohnung von Staatsanwaltschaft und Polizei bestehen bleibe.

Die Belohnung in Höhe von 1,3 Millionen Euro bezieht sich laut Privatermittler Josef Resch auf die vollständige und möglichst unversehrte Rückgabe der Juwelen an das Residenzschloss Dresden – über Reschs Firma Wifka. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben auf Ermittlungen insbesondere für private Auftraggeber spezialisiert, die anonym bleiben möchten. Bekanntheit erlangt die Firma immer wieder durch unkonventionelle Arbeitsmethoden und Angelegenheiten, die auch politisch von großer Bedeutung sind. So hatte Resch auch zum Absturz des Fluges MH17 privat ermittelt.

Der Einbruch in das Grüne Gewölbe hatte Ende November weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Täter waren in die berühmte Schatzkammer eingedrungen und zerstörten die Vitrinen, um an die einmaligen Schätze zu gelangen. Die Polizei konnte die Täter bisher nicht fassen, geht aber einigen Hinweisen nach.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Schmuckstücke wurden aus dem Grünen Gewölbe gestohlen