Stiftung Warentest erprobt Großer Fast-Food-Test: Was im Burger steckt

Berlin (rpo). Wenn der Burger zur Hauptmahlzeit wird, leidet das Gewissen der Eltern des schmausenden Kindes oder das Gewissen des eigenverantwortlichen Essers - oft. Stiftung Warentest biss in Brötchenhälften und Frikadelle, um den Nährwert-Test zu machen. Kleine Überraschung: Für die Tester haben nicht die beiden größten Fast-Food-Ketten die Nase vorn.

Viele Hamburger sind der Stiftung Warentest zufolge besser als ihr Ruf. Bei einem auf Kindermägen zielenden Vergleich von Burgern aus Fastfood-Ketten und Tiefkühlprodukten bekam der Cheeseburger von McDonalds mit knapp 300 Kilokalorien als einziger in der Kategorie "Nährwert pro Portion" die Note "gut".

Er lag damit knapp vor dem entsprechenden Produkt von Burger King. Am schlechtesten schnitt der "Chicken Supreme" von Burger King ab. Er ist für Kinder zu kalorienreich, zu fett, zu salzig und mit 228 Gramm auch der größte aller 19 getesteten Burger, berichtet die Stiftung in ihrem aktuellen "Test"-Magazin.

Grenze bei Pommes ziehen

Den Untersuchungen zufolge ist der Cheeseburger von McDonalds auch für Kinder und Jugendliche als Hauptmahlzeit geeignet. In Bezug auf die erlaubten Kalorien bietet er sogar noch Platz für ein Getränk, Salat oder Obst. Kommen allerdings noch Pommes und eine Extraportion Mayonnaise dazu, hat die Mahlzeit mit 800 Kalorien fast doppelt so viel, wie etwa für einen Grundschüler angebracht wäre.

Der beste tiefgeforene Cheeseburger kommt von Bofrost. Er macht sich als Teil einer Hauptmahlzeit in jeder Altersstufe "gut", ebenso die beiden Iglo-Burger. Bei Produkten aus dem Kühlregal liegt der Chickenburger von Abbelen vorn.

Nicht als Zwischen-, aber als Hauptmahlzeit geeignet sind die gekühlten Cheeseburger von Tip und Zimbo. Die Stiftung weist allerdings darauf hin, dass keiner der Hamburger ein Nährstoffwunder ist. Wegen fehlender Vitamine und Ballaststoffe solle solch eine Mahlzeit aufgewertet werden durch Fruchtsaft, Obst und Salat.

(afp)